Polydaktylie bei Katzen: Deshalb hat die Katze zu viele Zehen

Eine Katze mit Polydaktylie erkennt man daran, dass sie zu viele Zehen hat. Wie gefährlich das für die Katze ist, erfahren Sie hier.

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Katzen mit Polydaktylie haben zu viele Zehen.© stock.adobe.com/luckybusiness

Normalerweise haben Katzen 18 Zehen – fünf an jeder Vorderpfote und vier an jeder Hinterpfote. Doch bei der Polydaktylie hat die Katze zu viele Zehen. Wie sich das auf die Beweglichkeit der Katze auswirkt und welche Formen es von der Polydaktylie bei Katzen gibt, lesen Sie hier.

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Was ist eine Polydaktylie bei Katzen?

Eine Katze, die eine zusätzliche Zehe an einer oder mehreren Pfoten hat, nennt man auch Polykatze. Diese Anomalie (nicht Krankheit) ist die Polydaktylie. Das Wort setzt sich aus den griechischen Wörtern „poly“ (viele) und „daktylos“ (Finger, Zehen) zusammen.

Anstelle von eigentlich 18 Zehen (an jeder Vorderpfote fünf, an jeder Hinterpfote 4) kann eine Katze mit Polydaktylie viel mehr Zehen oder nur eine Zehe zu viel haben. Wie stark ausgeprägt die Polydaktylie ist, kann sehr unterschiedlich sein. Auch, ob beide Seiten oder nur eine betroffen ist, ist variabel.

Der Kater Jake stellte einen Rekord im Guinnessbuch der Rekorde auf: Er soll 28 Zehen haben.

Polydaktylie ist ein Gendefekt und kann von Katze zu Katze vererbt werden.

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Bei einer Polydaktylie hat die Katze mehr Zehen als gewöhnlich.© stock.adobe.com/Mary Swift
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Welche Formen der Polydaktylie bei Katzen gibt es?

Mediziner unterscheiden zwischen zwei Formen der Polydaktylie bei Katzen. Die Form hängt davon ab, wo sich die zusätzliche Zehe befindet.

Bei der „Mittens“-Form („mitten“ ist englisch für Fäustling) sieht die Pfote der Katze mit Polydaktylie wie ein Boxhandschuh oder ein Fäustling aus. Die zusätzliche Zehe befindet sich an der inneren Seite der Pfote und gibt ihr das charakteristische Aussehen.

Wie ein Burger-Patty sieht hingegen die Pfote von Polykatzen aus, deren zusätzliche Zehe (oder Zehen) aus der Mitte der Pfote oder außen wächst. Daher kommt der Name „Patty-Foot-Form“.

Ist Polydaktylie für die Katze schlimm?

Nein, eine Polydaktylie ist für die Katze in der Regel nicht schlimm. Die Katze hat durch die zusätzliche Zehe normalerweise keine Schmerzen und auch andere Komplikationen kommen sehr selten vor. Katzen mit Polydaktylie können für gewöhnlich ganz normal laufen, springen und klettern.

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Eine Katze mit Polydaktylie wird gestreichelt. © stock.adobe.com/Katie

Wie kommt es zu einer Polydaktylie?

Polydaktylie bei Katzen entsteht durch eine spezielle Genmutation. Diese sorgt dafür, dass die Katze mehr Zehen als gewöhnlich hat. Polydaktylie kommt bei manchen Katzenrassen gehäuft vor. Vor allem die Maine Coon ist davon betroffen.

Der weltberühmte Schriftsteller Ernest Hemingway soll ebenfalls Katzen mit Polydaktylie besessen haben. Deswegen werden polydaktile Katzen häufig auch „Hemingway-Katzen“ genannt.

Da Polydaktylie bei Katzen vererbbar ist, können Polykatzen gezielt gezüchtet werden. Eine Zucht von Katzen mit Polydaktylie ist aber sehr umstritten: Zwar zählt diese Anomalie nicht als Krankheit und die Katze hat dadurch (in der Regel) keine Leiden. Den Defekt aber gezielt zu züchten, wird von vielen Seiten als tierschutzwidrig erachtet. Ein Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft empfiehlt ein Zuchtverbot von Katzen mit Polydaktylie.

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Polydaktylie ist bei Katzen vererbbar.© stock.daobe.com/Reza
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Was tun, wenn die Katze Polydaktylie hat?

Haben Sie eine Katze, die mehr Zehen als gewöhnlich hat, ist das nicht schlimm. Es kann sogar sein, dass Ihre Katze mit Polydaktylie eine bessere Balance hat und damit noch besser beim Jagen oder Klettern ist. Achten Sie nur darauf, dass Ihre Katze mit den zusätzlichen Zehen und Krallen nirgendwo hängen bleibt.

Wie andere Katzen auch sollte eine Polykatze regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden. Bei der Routine-Untersuchung können Sie das Thema Polydaktylie ansprechen und vom Tierarzt abklären lassen, ob die zusätzlichen Zehen die Katze in irgendeiner Weise behindern.

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