Hunde an heißen Tagen richtig füttern

Sonne und Hitze können für Hunde schnell zur Belastung werden. Mit der richtigen Ernährung können Sie Ihren Hund an heißen Tag unterstützen. Wie Sie Ihren Hund an heißen Tagen richtig füttern, lesen Sie hier – mit Rezepten für Hunde-Eis!

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Bei der Hundeernährung an heißen Tagen sollten auf einige Dinge besonders geachtet werden.© Kriste-stock.adobe.com

Hunden kann Hitze ziemlich zu schaffen machen. Deshalb finden Sie hier 5 Tipps, die bei der Hunde-Ernährung an heißen Tagen besonders wichtig sind.

1. Der Hund muss viel trinken

Wie bei uns Menschen ist es auch bei den Vierbeinern am wichtigsten, dass sie an heißen Tagen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Ein stets gut gefüllter Napf mit frischem, sauberem Wasser sollte an einem schattigen Plätzchen bereitstehen. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie Ihrem Hund dort eine zweite Wasserstelle einrichten.

Selbst bei großer Hitze sollte das Wasser nicht zu kalt, sondern eher lauwarm sein. Wenn Sie sich Sorgen machen, dass Ihr Hund nicht ausreichend trinkt, können Sie sein Trockenfutter etwa 10 Minuten vor der Fütterung in lauwarmes Wasser einweichen. Auch Nassfutter oder selbst zubereiteten Rationen kann etwas Wasser zugegeben werden.

2. Futterumstellung vor dem Urlaub

Logistisch ist es nicht immer möglich, das Lieblingsfutter des Hundes mit in den Urlaub zu nehmen. Wenn Sie während der Ferien auf ein gut zu transportierendes Trockenfutter umstellen möchten oder auf ein Futter, das auch im Urlaubsort erhältlich ist, sollten Sie bereits einige Wochen vor dem Reiseantritt mit dem Futterwechsel beginnen.

Bei sensiblen Hunden empfiehlt sich eine schrittweise Umstellung: Geben Sie dem gewohnten Futter zunächst einen kleinen Anteil des neuen Futters bei (z. B. ein Viertel der Gesamtration). Erhöhen Sie den Anteil alle 2–3 Tage (z. B. auf zwei, dann drei und schließlich vier Viertel der Gesamtration). Wenn Sie die diversen Futter nicht mischen möchten, können Sie sie auch in mehreren Portionen über den Tag verteilt füttern.

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Der Hund muss im Sommer immer Zugang zu frischem Wasser haben – auch unterwegs oder im Urlaub.© Chalabala-stock.adobe.com

3. Lagerung des Hundefutters

Bei hohen Temperaturen sind die richtige Lagerung und Kühlung des Hundefutters besonders wichtig. Bei rohem Fleisch sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Gerade im Sommer sollte BARF-Futter daher nur bei vertrauenswürdigen Händlern gekauft werden! Auch Dosenfutter muss vor Hitzeeinwirkung geschützt werden. Bei Temperaturen über 32 °C werden nicht nur Nährstoffe zerstört, das Futter kann schlecht werden. Trockenfutter sollte in einer luftdichten Box möglichst kühl gelagert und vor Nässe und Feuchtigkeit geschützt werden, sonst droht Schimmelbildung.

4. Napf-Hygiene

Große Hitze ist das bevorzugte Klima vieler Bakterien und Keime. Damit die Trink- und Futterstätten des Hundes nicht zur neuen Lieblingslocation der unliebsamen Einzeller werden, müssen die Näpfe täglich gründlich gereinigt werden:

  • Abgestandenes Trinkwasser sollte alle paar Stunden durch frisches ersetzt werden.
  • Näpfe aus Edelstahl oder Keramik sind besser zu reinigen und daher meist hygienischer als Plastiknäpfe.
  • Wenn Ihr Hund sein Futter nicht (vollständig) frisst, sollten bei Nassfutter und selbst zubereitetem Futter die Reste entweder entsorgt oder bis zur nächsten Mahlzeit im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Auch bei großer Hitze das Futter nicht direkt aus dem Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur servieren!

5. Keinen Hunger bei der Hitze?

Ihr Hund hat bei hohen Temperaturen wenig Appetit? Da geht es ihm nicht anders als vielen Menschen. Die meisten Hunde sind im Sommer tagsüber weniger aktiv als in den kühleren Monaten, sodass auch der Energieverbrauch sinkt. Solange Ihr Hund sein Gewicht hält, besteht kein Grund zur Sorge. Es kann hilfreich sein, die Fütterung auf die frühen Morgen- und die Abendstunden zu verlegen, wenn es etwas kühler ist. Viele Hunde freuen sich an heißen Tagen über einen erfrischenden Smoothie oder ein Eis.

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Bei hohen Temperaturen haben Hunde oft weniger Hunger. Achten Sie aber immer darauf, dass der Hund sein Gewicht hält.© Karoline Thalhofer-stock.adobe.com

Rezepte: Eis für Hunde selbst machen

An heißen Tagen freuen sich auch Hunde über eine fruchtige Erfrischung. Wir haben ein paar kinderleichte Rezepte für Eis, Frozen Joghurt und Smoothies für Sie aufgespürt.

1. Rezepte für Hunde-Eis

Für ein cremiges Hunde-Eis eignen sich am besten fettarmer Topfen oder Hüttenkäse sowie Naturjoghurt für einen Frozen Joghurt. Sie können aber auch ein reines Fruchteis ohne cremige Komponente machen. Die Vorgehensweise ist generell bei allen Eissorten dieselbe:

  1.  Vermischen Sie den Quark, Joghurt oder Hüttenkäse (je nach Rezept) mit klein geschnittenen Früchten (entkernt), Leberwurst oder Honig (je nach Rezept). Sie können die Zutaten auch pürieren, damit eine glatte Masse entsteht.
  2. Füllen Sie die Masse in kleine Behältnisse, je nach gewünschter Größe zum Beispiel in kleine Joghurt-Becher oder Eiswürfel-Formen. Sie können für das Auge auch extra Behältnisse in Pfoten-Form verwenden.
  3. Als Stiel können Sie prima einen Eislöffel oder ein Stück Strohhalm verwenden.
  4. Dann ab ins Eisfach – und fertig! Vor dem Füttern leicht antauen lassen.

Hier ein paar Beispiele für Hunde-Eis-Rezepte:

Frozen Joghurt mit Erdbeeren

  • 3 Esslöffel fettarmen Naturjoghurt
  • 1–2 Esslöffel klein geschnittene Erdbeeren
  • ein paar Kleckse Honig

Leberwurst-Eis für Hunde

  • 3 Esslöffel fettarmen Quark
  • 1–2 Esslöffel Hundeleberwurst

Bananen-Eis für Hunde

  • 3 Esslöffel fettarmen Quark
  • 1–2 Esslöffel weiche Banane
  • ein paar Kleckse Honig

Wassermelonen-Eis für Hunde

Für dieses Rezept brauchen Sie 200 Gramm Wassermelone. Entkernen Sie die Melone, schneiden Sie sie in kleine Stücke und Mixen/Pürieren Sie sie, damit eine glatte Masse entsteht. Dann können Sie auch noch ein paar Hundeleckerlis untermischen. Einfrieren - Fertig!

Prinzipiell können Sie alle für Hunde ungiftigen Früchte für Ihr Hunde-Eis verwenden, die Ihrem Hund schmecken. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Eis für Hunde Rezepte
Eis ist auch für Hunde eine tolle Abkühlung bei Hitze.© Ein Herz für Tiere Media

2. Rezepte für Smoothies für Hunde

Auch bei fruchtig-frischen Smoothies sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Äpfel, Bananen, Himbeeren, Melonen & Co. schälen, entkernen, klein schneiden, etwas Wasser oder Fruchtsaft zugeben, ab in den Mixer und fertig ist die fruchtige Vitamin-Bombe für Mensch und Hund!

Hier ein paar Beispiele für Hunde-Smoothie-Rezepte:

Apfel-Karotte-Smoothie

  • ein geschälter, entkernter Apfel
  • eine geschälte Karotte
  • 1 Teelöffel Honig
  • ca. 50 ml Karottensaft (oder wahlweise stilles Wasser)
  • 1 Teelöffel Gerstengras-Pulver (falls gewünscht): ein nährstoffreiches Superfood für Mensch und Hund

Himbeer-Banane-Smoothie

  • eine halbe weiche Banane
  • ein geschälter, entkernter Apfel
  • ca. 50 g Himbeeren
  • ca. 50 ml trüber Apfelsaft (oder wahlweise stilles Wasser)

Falls die Smoothies zu dickflüssig sind, geben Sie noch etwas Wasser zu.

Extra-Tipp: Eis und Smoothies können Sie zusätzlich prima mit etwas Hundeleberwurst verfeinern. Das wirkt Wunder, wenn Ihr Hund den Früchte-Smoothie pur nicht anrührt. Als zusätzliche Vitaminbombe können Sie den Smoothie auch dem Futter zugeben.
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