Highlander

Die Highlander, auch bekannt als Britisch Langhaar, war lange Zeit ein unerwünschtes Nebenprodukt aus der Züchtung der Britisch Kurzhaar. Erst relativ spät hat man erkannt, dass diese verschmusten und anpassungsfähigen Katzen ebenso tolle Gefährten sind wie ihre kurzhaarigen Verwandten. Erfahren Sie hier alles über die Katzenrasse Highlander.

Highlander
Die Highlander im Rasseportrait.© DoraZett-stock.adobe.com

Highlander zählen unter Katzenliebhabern zu äußerst beliebten Rassekatzen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um Highlander.

Typische Merkmale

Größe: mittelgroß
Gewicht: Katze 3,5-4,5 kg, Kater 5,5-7 kg
Felllänge: mittellang bis lang
Fellfarben: fast alle Farben
Augenfarben: je Fellfarbe blau, grün oder kupfer/dunkelorange
Ursprungsland: Großbritannien

Eigenschaften
Bewegungsdrang
Lautstärke
Pflegeaufwand
Zeitaufwand

Herkunft der Highlander

Entstanden ist die Highlander-Katze, die auch Britisch Langhaar genannt wird, aus der Britisch Kurzhaar-Katze, in welche durch Perser-Einkreuzungen das rezessive Gen für Langhaar eingebracht wurde. Das bedeutet: Eine Kurzhaarkatze kann verdeckt die Anlage für langes Fell tragen, und wenn sie mit einer anderen Kurzhaar verpaart wird, die dieses Gen ebenfalls trägt, fallen statistisch bei vier angenommenen Kätzchen pro Wurf drei kurzhaarige Babys und ein langhaariges, wobei zwei der kurzhaarigen wiederum Trägertiere sind.

Lange Zeit wurden die langhaarigen Kätzchen in den Würfen nicht gern gesehen, verschmäht und teilweise sogar deren Existenz verschwiegen. Häufig wurden sie unter der Hand als Liebhabertiere abgegeben. Oftmals jedoch waren die „Wuschel“ die beliebtesten Babys bei den Käufern. So entwickelte sich, zunächst in unabhängigen Vereinen, eine neue Rasse. Seit 2016 hat man der Highlander auch in der Fifé den Status „vorläufig anerkannt“ verliehen.

Aussehen der Highlander

Die Highlander entspricht im Standard der Britisch Kurzhaar-Katze, bis auf die Felllänge und die Textur. Sie ist groß bis mittelgroß, muskulös und gedrungen. Die Brust, Schultern und der Rücken sind breit und massiv. Der Katzenhals ist kurz und kräftig. Die Beine sind kurz und muskulös.

Der gerundete, massive und breite Schädel besitzt mittelgroße, weit auseinander gesetzte Ohren. Große, runde, weit gesetzte Augen runden das Gesicht ab. Die Augenfarben sind analog zur Fellfarbe.

weiße Highlander
Die Highlander waren lange keine anerkannte Rasse.© DoraZett-stock.adobe.com

Fell und Farben der Highlander

Das Fell der Highlander ist mittellang bis lang und steht vom Körper ab. Das Fell im Gesicht ist kurz, auf den Wangen wird es länger. Die Highlander besitzt eine gut entwickelte Halskrause und Knickerbocker. Die Textur ist fest, doppelt, dicht und plüschig mit Unterfell, das dem Katzenfell Volumen verleiht.

Neben vielen verschiedenen einfarbigen Highlandern gibt es auch Tabbys, Silberne, Goldene, Highlander mit Weißscheckung und sogar mit Pointfärbung.

Charakter der Highlander

Die Highlander ist eine neugierige, verschmuste und anhängliche Rasse, die den Kontakt zu Menschen sucht. Sie ist angenehm leise, macht also wenig Gebrauch von ihrer Stimme. Außerdem ist diese Katze sehr anpassungsfähig, tolerant und freundlich.

Ähnlich wie die Britisch Kurzhaar ist die Highlander eine sehr gelassene Katzenrasse, die sich nicht schnell aus der Ruhe bringen lässt. Dennoch ist auch sie verspielt und hat ihre „wilden fünf Minuten“.

Haltung und Pflege der Highlander

Die Britisch Langhaar ist sehr gut für die Wohnungshaltung geeignet, dennoch freut sie sich aber auch über einen sicheren Zugang zur frischen Luft. Durch ihre Anpassungsfähigkeit ist sie sowohl für Familien mit Kindern als auch für Einpersonenhaushalte geeignet. Auch ein katzenfreundlicher Hund darf zum Haushalt gehören. Eine Highlander lebt nicht gern allein. Vor allem Berufstätige sollten besser von Anfang an ein harmonierendes Pärchen adoptieren, damit keine Langeweile aufkommt.

Tägliches Spielenund „Scheinbeute“-Jagen, etwa in Form einer Katzenangel oder eines Federwedels, sind für Highlander genauso wichtig wie ausgiebige Kuschelstunden auf dem Sofa.

Das Fell der Highlander ist pflegeleicht. Je nach individueller Fellstruktur muss die Katze etwa zwei- bis viermal pro Woche gekämmt und gebürstet werden. Katzen, die einen gesicherten Balkon oder gar einen gesicherten Garten nutzen dürfen, haben oft noch voluminöseres Fell als die reinen Hauskatzen. Da kann es an den „Problemzonen“, wie den Höschen, unter den Vorderbeinen und hinter den Ohren, zu Knötchen kommen, die sich zu Matten und Filzen verdichten, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Während des Fellwechsels im Frühjahr kann auch tägliche Fellpflege sinnvoll sein: Die ausgehenden Haare sind in Kamm und Bürste besser aufgehoben als auf Ihrem Mobiliar oder gar im Magen der Katze, wo sie durch das Putzen sonst automatisch landen und lästige Haarballen verursachen.

Highlander
Die Highlander ist verschmust und anhänglich.© DoraZett-stock.adobe.com
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