Grünzeug für die Katze

Katzengras: Gefahren und Alternativen

Katzen knabbern sehr gerne an Gräsern. Das Gras hilft beim Herauswürgen von verschlucktem Fell. Lesen Sie, wann das Knabbern von Katzengras gefährlich werden kann und welche Alternativen zum Katzengras es gibt.
 
Katzen knabbern gern an Katzengras © shutterstock.com / AllaSaa
Ist Katzengras gefährlich?
Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, brauchen eine Hilfe, damit sie Haare, die sie bei der Fellpflege verschlucken, leichter herauswürgen können. Katzengras, das von den meisten Katzen gerne angenommen wird, hat genau diese Wirkung: Die Katzer erbricht sich leichter. Das im Fachhandel, in Gärtnereien oder im Baumarkt erhältliche Katzengras ist normalerweise nichts anderes als frisch getriebener Weizen. 


Ist Katzengras gefährlich?

Manche Tierärzte raten dazu, auf Katzengras lieber zu verzichten. Im ungünstigsten Fall kann eine Katze nach dem Verzehr von Katzengras zum Patienten werden. Denn im Nasen- oder Rachenraum könnten Halme steckenbleiben. Bedenken Sie aber bitte, dass Freiläufer sehr wohl Grashalme fressen, ohne dass sie dabei ihre Gesundheit in irgendeiner Weise beeinträchtigen. 

Ein weiterer Grund, weshalb Katzengras gefährlich werden könnte: Das fertig gekaufte Katzengras könnte versehentlich in Berührung mit Pflanzenschutzmitteln gekommen sein. Diese können bei Katzen zu gefährlichen Vergiftungen führen. Daher gilt immer: Katzengras vor dem Servieren gründlich abwaschen, damit keine Rückstände von giftigen Mitteln mehr zurückbleiben können.


Katzengras anpflanzen - so machen sie es selbst

Anstatt Katzengras fertig gezogen zu kaufen, können Sie es ganz leicht selber anpflanzen. Das brauchen Sie dazu:
  • Schale
  • Pflanzsubstrat
  • Bio-Weizenkörner (alternativ: Gerste oder Roggen)

Und das ist damit zu tun:
  1. Einfach die Schale mit einer dünnen Schicht Pflanzensubstrat bestreuen. 
  2. Die Körner aussäen. 
  3. Mit einer etwa 1 cm dicken Schicht Pflanzensubstrat bedecken.
  4. Gießen.
  5. Schale an einen warmen und hellen Ort stellen (keine direkte Sonneneinstrahlung).
  6. Feuchthalten.

Haben Sie alles richtig gemacht, dann steht Ihrer Katze schon nach drei bis vier Wochen frisches Katzengras zur Verfügung.


Alternativen zu Katzengras

Katzengras hat aus der Sicht von Katzenhaltern einen großen Nachteil: Es bringt die Katze dazu, sich zu erbrechen - vorzugsweise auf den besten Teppich, der am schwersten zu reinigen ist. 

Wer das vermeiden will, der kann auf Katzengras verzichten und Malzpaste als Alternative anbieten. Anders als Katzengras bewirkt Malzpaste, dass Haare oder Haarballen mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Teppiche und andere Textilien bleiben damit verschont und auch die Gefahr, dass Halme in Nasen- oder Rachenraum steckenbleiben, ist damit gebannt. Malzpaste finden Sie im Tierfachhandel und überall, wo es Tierbedarf gibt.

Wem das Saubermachen der Teppiche nichts ausmacht, der kann Ersatzpflanzen als Alternative zu Katzengras anbieten, die in der Wohnung häufig  etwas dekorativer aussehen:
  • Grünlilie: Die beliebte Knabberpflanze filtert Schadstoffe aus der Luft. Wenn Sie aus einem Raucherhaushalt sind, dann sollten Sie diese Pflanze daher nicht anbieten. Achten Sie darauf, die Blütenstände abzuknipsen. Denn die Samenkapseln enthalten Stoffe, die bei Katzen Durchfall verursachen.
  • Zwerg-Zyperngras: Die Zwergform des Zyperngrases hat weichere, weniger scharfkantige Blätter als die große Schwester. Dennoch kann es dazu kommen, das Grashalme in Nase und Rachen stecken bleiben. Manche Tierärzte raten daher völlig von dieser Pflanze ab.
  • Gerstenhalme: Viele Katzen bervorzugen Gerste. Wenn Sie die Gerste selber anpflanzen, dann achten Sie darauf Saatgut in Bio-Qualität zu verwenden. Im Handel sind alternativ auch Komplettsets mit Minigewächshaus erhältlich.
  • Normales Gras: Wenn Sie herkömmliches Gras anbieten dann achten Sie darauf, dass es nicht aus der Nähe einer vielbefahrenen Straße (Schadstoffgefahr), von einer bewirtschafteten Wiese (giftige Düngemittel) oder von der Hundewiese stammt (Gefahr von Wurmbefall).
 
Bitte beachten Sie: Manche Katzen können auf diese Alternativen zum Katzengras allergisch reagieren. Außerdem sollten Sie wie auch schon beim fertig gekauften Katzengras darauf achten, die Ersatzpflanzen gut abzuwaschen, um zu vermeiden, dass von der Katze giftige Pflanzenschutzmittel aufgenommen werden. Und die Gefahr, dass ein Halm in Nasen- oder Rachenraum stecken bleibt, ist immer gegeben. Lassen Sie also bei allen Experimenten rund um das Katzengras und seine Alternativen Vorsicht walten! Und lassen Sie Ihre Katze keinesfalls an anderen Zimmerpflanzen knabbern. Denn viele Pflanzen sind hochgiftig für Katzen !