Rückwärtsniesen beim Hund: Ursachen und Behandlung

Niest ein Hund rückwärts, erinnert das Geräusch an ein Röcheln. Doch der Hund ist dabei angespannt und hat einen regelrechten Niesanfall. Ob Rückwärtsniesen beim Hund gefährlich ist und warum es dazu kommt, erfahren Sie hier.

Aufmacher_Rückwärtsniesen.jpg
Rückwärtsniesen macht Hunde oft nervös.© stock.adobe.com/koldunova

Bei Hunden kommt Rückwärtsniesen (auch als „Reverse Sneezing“ bekannt) sogar häufig vor. Betroffen sind vor allem kurzköpfige Hunde, also Rassen wie Chihuahua, Cavalier King Charles Spaniel oder Boxer. Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn ein Hund rückwärts niest und was sind die Ursachen für dieses Symptom?

Was ist Rückwärtsniesen beim Hund?

Niest ein Hund normal, wird schnell und plötzlich Luft aus der Nase herausgepresst. Wie es der Name schon vermuten lässt, funktioniert das Rückwärtsniesen genau andersherum: Luft wird mehrmals schlagartig eingesogen. Der Hundekörper ist dabei angespannt.

Hunde strecken beim Rückwärtsniesen den Hals aus und spreizen die Ellenbogen. Sie geben dabei ein Geräusch von sich, das an Röcheln oder Schnarchen erinnert. Das Rückwärtsniesen dauert ein paar Sekunden, selten ein paar Minuten. Ist der Anfall vorüber, verhalten sich die Hunde wieder völlig normal.

So sieht Rückwärtsniesen beim Hund aus:

Niest Ihr Hund rückwärts, sollten Sie ruhig bleiben. Manche Hunde werden durch das Rückwärtsniesen nervös, weil sie es nicht gewohnt sind. Zeigen Sie ihm, dass alles in Ordnung ist, um Panik zu vermeiden.

So entsteht Rückwärtsniesen

Ausgelöst wird das Rückwärtsniesen beim Hund, wenn sein Hals oder sein Gaumen verkrampft. Das geschieht, wenn die Kehle, der Rachen oder der Kehlkopf des Hundes gereizt wird. Der Krampf im Hals äußert sich durch schnelles, ruckartiges Einsaugen von Luft durch die Nase – das Rückwärtsniesen.

Ist Rückwärtsniesen gefährlich?

Ob Rückwärtsniesen gefährlich ist oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, was die Kehle, den Rachen oder den Kehlkopf des Hundes reizt. Dafür können harmlose Auslöser verantwortlich sein, wie beispielsweise

  • aufgeregtes Spielen und Toben
  • hastiges Fressen oder Trinken
  • schlagartige Temperaturschwankungen
  • Pollen
  • starke Duftstoffe (Parfüm, Rauch, Haushaltsreiniger)

Niest der Hund häufiger und länger rückwärts, kann das ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein. Lassen Sie Ihren Hund vorsichtshalber von einem Tierarzt untersuchen. Zu Auslösern, die unbedingt behandelt werden sollten, gehören beispielsweise

  • Fremdkörper in Hals, Nase oder Rachen
  • Allergien
  • Polypen oder Tumore
  • Zwingerhusten
  • Nasenmilben
  • entzündete Zahnwurzeln

Auch das starke Rucken am Halsband, oder ein Halsband, das zu eng anliegt, können Rückwärtsniesen verursachen. Genauso starke körperliche Belastung. Diese Auslöser können Sie also ganz einfach vermeiden.

Weniger Druck am Hals

Um Druck am Hals Ihres Hundes zu vermeiden, sollten Sie entweder ein weiches Halsband oder ein Hundegeschirr wählen. Diese Ausstattung ist ideal dafür geeignet, weniger Druck auf den Hundehals auszuüben:

Kommt es zu Rückwärtsniesen, sollten Sie Ihren Hund dabei unbedingt filmen. Zeigen Sie das Video Ihrem Tierarzt, damit er es beurteilen kann. Er kann Ihnen sicherlich sagen, weshalb es zum Rückwärtsniesen kommt und wie es richtig bei Ihrem Hund behandelt wird.

"Ein Herz für Tiere" – Die neue Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
632110.jpg