Hund hat Angst: So helfen Sie ihm

Wie Sie Ihrem Hund bei Angstzuständen helfen können und woher die Angst kommt, lesen Sie hier.

Hund hat Angst und versteckt sich
Wie können wir Menschen unserem Hund in dieser schweren Lebenslage helfen?© shutterstock.com / Paul's Lady

Jeder Hund hat Angst, das ist ganz natürlich. Allerdings sollten Sie etwas unternehmen, wenn Ihr Hund ständig abwehr- und fluchtbereit ist. Woher diese Ängste kommen können und wie Sie als Hundehalter mit Ihrem ängstlichen Vierbeiner richtig umgehen, erfahren Sie hier.

Urängste des Hundes

Hätten Tiere in der Wildnis keine Angst, dann hätten sie kaum eine Überlebenschance: Gefahren müssen frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig fliehen zu können. Auch Hunde tragen sowohl genetische als auch erworbene Ängste mit sich.

Zu den Urängsten zählen beispielsweise die Ängste vor

  • großen, aufrecht gehenden Lebewesen (zum Beispiel Bär)
  • dem Verlassen-Sein
  • Schüssen, Gewitter oder zischenden Geräuschen
  • engen und dunklen Räumen oder Schatten

Schon durch gute Erfahrungen können solche Urängste aber verschwinden.

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Viele Hunde haben Angst vor Gewitter.© stock.adobe.com/Sandra

Erworbene Ängste

Bei erworbenen Ängsten handelt es sich um Erfahrungen, die Hunde gemacht haben. Wird Ihrem Hund bei einer Autofahrt schlecht, kann es passieren, dass er das Auto künftig als ein Übel ansieht. Gleiches gilt auch für veraltete Erziehungsmethoden, die Schmerzen bereiten: Sie lösen dauerhaft Angst beim Hund aus und haben keinen erzieherischen Wert.

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Die Erfahrungen, die ein Hund macht, sind entscheidend.© stock.adobe.com/DoraZett

Wie kann der Mensch helfen?

Den Hund zu trösten und ihm gut zuzureden, kann den Hund in seiner Angst bestätigen. Ängstliche oder aggressive Hunde sollten zunächst zur Ruhe gebracht werden. So sieht der Hund, dass da jemand ist, dem er vertrauen kann.

Kriegt Ihr Hund während des Spaziergangs Angst, halten Sie ihn ruhig an der Leine. Sprechen Sie nicht, schimpfen sie nicht und bewegen Sie sich auch nicht. Warten Sie darauf, dass Ihr Hund sich beruhigt und wieder ansprechbar wird. Mit einem Spielzeug oder einer kleinen Aufgabe kontrollieren Sie, ob Ihr Hund wieder bereit ist, mit Ihnen in Kontakt zu treten.

Ist der Hund ängstlich oder schreckhaft beim Spazierengehen, sollten Sie ihm ein Sicherheitsgeschirr umlegen. Es verhindert, dass der Hund sich beim Gassigehen vor Panik losreißt.
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Warten Sie, bis sich der Hund wieder beruhigt hat. © stock.adobe.com/SasaStock

Den Angst-Hund berühren

Bei Berühungsängsten hilft es, den Hund langsam von der Nasenspitze bis zu den Hinterpfoten abzustreichen (Tellington-Touch). Sprechen Sie dabei monoton oder gar nicht. Die norwegische Hundetrainerin Turid Rugaas empfiehlt, scheuen Hunden in ihrer eigenen Sprache, mit den "Calming Signals", wie Kopf wegdrehen, Blick abwenden, sich klein machen, gähnen, zu begegnen und sich keinesfalls nach vorne über sie zu beugen.

Für welche Methode Sie sich auch entscheiden: Nur mit Geduld, Einfühlungsvermögen und Verhaltenskenntnissen gelingt es, Ängste zu besiegen oder umzuleiten.

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