Reiseziele für den Urlaub mit Hund

Hunde verreisen gerne mit ihren Besitzern. Egal ob in die Berge, an den Strand oder auch in eine Stadt: Hauptsache, sie sind bei ihrem Menschen. Doch welche Reiseziele eignen sich am besten für den Urlaub mit Hunden und was sollte man dabei beachten?

Mit dem Hund kann man an viele Orte verreisen.© Pixabay/TeeFarm

Wenn man gemeinsam mit seinem Hund verreist, gibt es einiges zu beachten und vorzubereiten. Auch die Auswahl des Reiseziels gehört da natürlich dazu. Am liebsten mögen Hunde Urlaube in der Natur, in den Bergen, am Strand oder im Wald. Doch was macht das optimale Reiseziel sonst noch aus?

Das optimale Reiseziel für Hunde

Könnten Hunde den Urlaubsort mitbestimmen, würden sie diese Wunschliste erstellen:

  1. Der Urlaubsort sollte in nicht allzu weiter Entfernung liegen. Selbst wenn der Hund das Autofahren gewöhnt ist, kann eine zu lange Autofahrt ein wahrer Stressfaktor sein. Der Hund wünscht sich regelmäßige Pausen, in denen er sich in der Natur auspowern kann.
  2. Die Unterkunft am Reiseziel sollte hundefreundlich sein. Das heißt, dass das Hotel oder die Ferienanlage eine Hundewiese im Angebot haben sollte. Ein Hundestrand sowie weitere Serviceleistungen für den Hund (Hundemahlzeiten, Hundeschule, etc.) sind natürlich optimal.
  3. Das Klima sollte dem der Heimat ähnlich sein, denn dann geht es dem Hund am besten: Er kann sich schnell am Urlaubsort wohlfühlen und die Zeit in der Fremde genießen. Wer als Hundebesitzer nicht auf den Urlaub im Süden oder im hohen Norden verzichten mag, sollte Vorbereitungen treffen und den Hund vor Ort genau im Auge behalten. 

Beispiele für geeignete Reiseziele mit Hund

Am besten für einen Urlaub mit dem Hund eignet sich ein Aufenthalt in Deutschland oder naheliegenden Ländern, die mit dem Auto in einigen Stunden erreichbar sind.

  • Für ein Abenteuer in den Bergen eignet sich am besten Süddeutschland, Österreich oder die Schweiz.Hier gibt es viele wunderschöne (Vor)Alpenregionen wie zum Beispiel das Allgäu oder den Nationalpark Berchtesgaden rund um den Königssee. Hier finden Hunde und ihre Besitzer wunderschöne Landschaften, Wanderungen und viele hundefreundliche Unterkünfte.
  • Für einen Urlaub am Strand eignen sich Ost- und Nordsee, sowohl in Deutschland als auch in Dänemark, Polen oder den Niederlanden (z.B. Texel, Zeeland). Vor allem an der Ostsee gibt es in Deutschland zahlreiche Hundestrände. Aber auch in Italien lässt es sich gut mit Hund aushalten.
  • Wenn es nicht das Meer, aber trotzdem Wasser sein soll, eignen sich auch Seen als Urlaubsziel für Hunde. Am Gardasee gibt es zum Beispiel mehrere Hundestrände.
  • Auch im Wald fühlen sich Hunde wohl. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Schwarzwald, dem Bayerischen Wald  oder der Sächsischen Schweiz? Im Harz gibt es neben vielen Wandermöglichkeiten außerdem einen extra Hundewald.
Achtung! Informieren Sie sich vor Urlaubsantritt über die jeweiligen Einreise- und Verhaltensregeln von Hunden in Ihrem Zielort. Aufgrund der Corona-Pandemie sollten Sie sich vor Reiseantritt außerdem dringend über die aktuellen Reisebestimmungen Ihres Urlaubziels informieren.

Zwei konkrete Urlaubsbeispiele mit dem Hund im Süden und Norden Europas

Mit Hund ist man in der Auswahl des Reiseziels ein bisschen eingeschränkter als bei der Reise ohne Hund. Das liegt zum einen daran, dass nicht alle Unterkünfte Hunde dulden. Außerdem sollte man auf Flugreisen mit Hund am besten verzichten und stattdessen nähere Urlaubsziele wählen. Es gibt jedoch trotzdem eine große Bandbreite an potenziellen Reisezielen. Zwei davon stellen wir Ihnen genauer vor, eines davon befindet sich im Süden Europas, eins im Norden. 

  • In Italien gibt es eine ganze Reihe an Ferienanlagen und Hotels, die sich über die Ankunft der Hunde freuen. Je nach Ausgangs- und Zielort ist die Anreise im Auto überschaubar lang und auch die Einreisebestimmungen sind nicht überaus streng. Wichtig sind neben einem Chip und der Tollwutimpfung auch der Heimtierausweis. In Italien gilt zusätzlich Maulkorb- und Leinenpflicht. Wer im Sommer reist, sollte das Tier genau im Auge behalten und die Mittagssonne meiden, denn diese hat es für Mensch und Tier in sich. Wer dem Hund reichlich Wasser bietet und sich an die Siesta hält, kann einen schönen Italienurlaub mit Hund genießen.
  • In Dänemark gelten im Grunde dieselben Einreisebestimmungen wie in Italien. Jedoch gilt in Dänemark ein Einreiseverbot für Tosas, Pitbull-Terrier und eine Mischung aus beiden. Besonders das angenehme Klima, das Baden im Meer und die weitreichenden Naturlandschaften sind geradezu prädestiniert für einen Urlaub mit Hund in Dänemark. Besonders beliebt sind die sogenannten Hundewälder, in den sich die Hunde in Begleitung frei bewegen dürfen.
Am Strand fühlen Hunde sich wohl. © Pixabay/spoba

Gut vorbereitet in den Urlaub mit Hund

Um für den Urlaub mit Hund gut vorbereitet zu sein, sollte man als Hundehalter einiges bedenken. Je nach Reiseziel unterscheiden sich die Vorbereitungen ein bisschen, denn sie müssen an Art der Anreise, der Unterkunft und das Klima des Reiseziels angepasst werden.

1. Die Anreise planen

Die Anreise beim Urlaub mit Hund muss gut vorbereitet sein. Wesentlich sind vor allem folgende Punkte:

  • Reiseziel am besten so wählen, dass es gut mit dem Auto erreichbar ist
  • sinnvolle Pausen einplanen: am besten an Parks oder Grünanlagen, an denen sich der Hund bewegen kann
  • Bei Reisen mit dem Zug Fahrtzeiten so wählen, dass Pausen enthalten sind und der Hund sein Geschäft verrichten und sich bewegen kann
  • Reisen mit dem Flugzeug am besten vermeiden!

2. Vorbereitungen für die Unterkunft

Die Unterkunft gehört zu den wesentlichen Vorbereitungen eines Urlaubs. Reist man mit Hund, so muss man zusätzliche Aspekte bei der Vorbereitung beachten:

  • im Vorfeld genau erkundigen, ob Hunde in der Unterkunft erlaubt sind und den Hund anmelden
  • von Vorteil: Unterkünfte mit Hundewiese oder ggf. Hundestrand wählen
  • nach Regeln der jeweiligen Unterkunft und des Reiselandes für den Aufenthalt mit Hund erkundigen (z.B. Leinen- oder Maulkorbpflicht, Papiere, Impfungen etc...)

3.  Auf das Klima einstellen

Bei den Vorbereitungen sollten die klimatischen Bedingungen des Reiseziels berücksichtigt werden:

  • vor Anreise über klimatische Bedingungen informieren
  • bei einer Reise in den Süden Hund vor zu langem Fell befreien, damit ihm die Hitze nicht so schnell zu schaffen macht
  • Bei Hitze sorgen kühlende Westen oder Decken für Abkühlung.
  • Bei einer Reise in den Norden helfen Decken oder Mäntel, vor allem bei kleinen Hunden, gegen Kälte.

Checkliste: Das muss ins Hundegepäck

Zu den Vorbereitungen für den Urlaub mit Hund zählt auch das Packen. Das Gepäck kann sich je nach Reiseziel ein bisschen unterscheiden, generell sollten aber folgende Gegenstände nicht fehlen:

  • vertrautes Körbchen, Futter, Spielzeug
  • Handtücher extra für den Hund
  • Einreisedokumente, Impfpass (je nach Reiseziel unterschiedlich)
  • Leine, je nach Reiseziel auch Maulkorb
  • falls nötig Medizin
  • Sonnenschutz, vor allem bei Reisezielen im Süden
  • Kälteschutz bei Reisezielen im Norden
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