Haltung

Die 10 goldenen Regeln für den Freigang

Viele Katzen lieben es, wenn Sie sich frei bewegen und die Nachbarschaft erkunden können. Doch außerhalb der eigenen vier Wände wartet leider nicht nur die Freiheit, sondern es lauern auch einige potenzielle Gefahren. Lesen Sie hier, was Sie beachten sollten, wenn Ihre Katze ein Freigänger ist.

Getigerte Katze im Winter schaut in die Kamera
In puncto Freigang gibt es einiges zu beachten.© shutterstock / Roman Kybus

Es gibt einiges zu bedenken, wenn eine Katze zur Freigängerin wird. Mit unseren 10 goldenen Regeln sind Sie bestens gerüstet.

1. Die richtige Katzenklappe

Falls Sie eine Katzenklappe haben, achten Sie beim Kauf auf die richtige Größe, damit Ihre Katze bequem hindurchkommt und nicht stecken bleibt. Es gibt Klappen, über die nur Ihre eigene Katze Zutritt zum Haus hat, dann muss sie allerdings einen Mikrochip tragen.

2. Schutz vor der viel befahrenen Straße?

Einen Schutz vor allen Gefahren gibt es leider nicht. Auch gegen viel befahrene Straßen kann man als Katzenbesitzer nur wenig machen. Sie können Ihren Garten allerdings einzäunen und somit sichern. Das ist zwar relativ aufwendig,wenn Ihr Haus jedoch in der Nähe einer gefährlichen Haupt- oder Bundesstraße liegt, lohnt es sich auf jeden Fall! 

3. Lassen Sie die Katze nicht zu früh ins Freie

Nach einem Umzug muss die Katze erst gut an das neue Haus oder die Wohnung gewöhnt sein, bevor sie ins Freie darf. Das gilt auch für ein Katzenkind, das zum ersten Mal Freigang bekommt. Eine langsame Hinführung an den Freigang brauchen Katzen, die immer in einer Wohnung gelebt haben und plötzlich in ein Haus mit Garten ziehen.

4. Impfungen für Freigänger

Freigänger brauchen zusätzlich zu allen üblichen Impfungen, die auch Wohnungskatzen bekommen, einen Schutz gegen Tollwut.

5. Schützen Sie Ihre Katze vor Parasiten

Eine wirksame Prophylaxe gegen Zecken und Flöhe ist für Katzen, die im Freien herumstreifen, essenziell. Ihr Tierarzt kann Sie beraten und Ihnen ein Spray oder ein effizientes Spot-on-Produkt sowie die entsprechende Handhabung, empfehlen. Ganz wichtig: Keine Hundeprodukte für Katzen verwenden, das kann lebensgefährlich werden.

6. Ist ein Teich oder Pool in der Nähe?

Eine nicht zu unterschätzende Gefahr stellen Pools und Teiche dar. An glatten Wänden finden Katzen, die ins Wasser gefallen sind, keinen Halt und ertrinken. Gewässer in Ihrem eigenen Garten sollten Sie daher unbedingt sichern. Überprüfen Sie außerdem, ob es in der direkten Nachbarschaft eine derartige Gefahr gibt.

7. Ein Chip kann zur Rettung werden

Jede Katze, die Freigang hat, sollte gechipt sein. Auf dem Mikrochip, der unter die Haut gesetzt wird, ist eine individuelle und einzigartige Nummer gespeichert, über die eine entlaufene Katze ihrem Halter zweifelsfrei zugeordnet werden kann. Die Nummer kann mit einem Gerät, das zum Beispiel Tierärzte oder Tierheime besitzen, gelesen werden. Viele vermisste Katzen kehren dank Chip nach Hause zurück.

8. Kann es einer Katze zu kalt werden?

Katzen, die regelmäßig Freigang haben, entwickeln im Herbst und Winter ein dickes Fell. Sie gewöhnen sich im Herbst an die zunehmend kühleren Temperaturen. So lange sie trocken sind, ist die Kälte im Normalfall nicht gefährlich.

9. Nässe ist gefährlicher als Kälte

Nasses Fell kühlt die Katze aus. Wenn die Katze also durchnässt ist, dann braucht sie einen Platz zum Aufwärmen. Stellen Sie einen Korb oder eine Kiste mit einer Decke an eine geschützte Stelle wie die Terrasse oder denSchuppen. So hat die Katze auch draußen einen schönen und warmen Ort.

10. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Nachbarn

Leichter gesagt als getan, denn Katzenlassen sich im Freien nichts verbieten. Seien Sie aber freundlich und kooperativ, wenn sie zum Beispiel die Koi-Karpfen aus Nachbars Teich fischt. Sonst können Streitereien leider schnell eskalieren.

 

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