Katzensprache: 5 Katzenlaute, die jeder Halter verstehen sollte

Katzen können noch viel mehr Laute erzeugen als nur ein „Miau“. Wir zeigen die fünf wichtigsten Katzenlaute und was sie bedeuten.

Frau liegt mit Katze im Bett
Diese Katzenlaute sollten alle Katzenhalter verstehen.© stock.adobe.com/Africa Studio

Wer an die Katzensprache denkt, der hat sicher sofort das katzentypische „Miau“ im Kopf. Allerdings können Katzen sehr viel mehr Laute erzeugen. Und sie alle haben eine wichtige Funktion und Bedeutung. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Katzenlaute und was sie in der Katzensprache bedeuten.

Inhaltsübersicht

1. Das bedeutet das Miauen in der Katzensprache

Das Miauen ist ganz typisch für die Katzensprache. Und während es die einen Katzen nur selten tun, miauen andere fast ununterbrochen. Manche Katzen miauen aufgrund ihrer Hormone (beispielsweise zur Rolligkeit) andauernd, andere wollen damit nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Auch die Genetik bestimmt, wie viel eine Katze miaut. Einige Katzenrassen, wie die Siamkatze, sind dafür bekannt, besonders gerne „zu sprechen“.

Katzen miauen eigentlich nie unter Artgenossen. Nur Babykatzen verständigen sich so mit der Mutter. Erwachsene Katzen nutzen das Miauen nur noch, um den Menschen auf sich aufmerksam zu machen. In der Katzensprache heißt das Miauen, dass Ihre Katze Sie vermutlich dazu auffordern möchte, Futter zu bringen oder mit ihr zu spielen.

Da sich erwachsene Katzen ihren Besitzern gegenüber so verhalten wie Kätzchen zur Mutterkatze, schlussfolgern manche Experten: Katzen bauen zu ihrer Bezugsperson eine ähnliche Bindung auf, wie zur Katzenmutter.
Katzensprache: Katze miaut
Katzen miauen nur Menschen an – nicht Artgenossen.© stock.adobe.com/kathomenden

2. Das bedeutet das Schnurren in der Katzensprache

Was viele überrascht: Wenn Katzen schnurren, bedeutet das nicht immer etwas Gutes. Es ist zwar richtig, dass sie so in der Katzensprache auch zeigen, dass es ihnen gut geht und sie zufrieden sind. Kitten zeigen schon wenige Tage nach der Geburt ihrer Mutter auf dieser Weise, dass alles in Ordnung ist. Und auch die Katzenmutter schnurrt: Sie signalisiert den Kätzchen damit Sicherheit.

Allerdings schnurren Katzen manchmal auch, wenn es ihnen schlecht geht. Hat die Katze zurückgelegte Ohren oder wackelt sie mit dem Schwanz, wenn sie schnurrt, möchte sie ihre Ruhe haben.

Außerdem schnurren manche Katzen auch, wenn sie

Dann nutzen Katzen das Schnurren dazu, um sich selbst zu beruhigen. Schnurrt Ihre Katze, sollten Sie also dringend auch auf andere körperliche Signale der Katze achten. Nur so können Sie feststellen, ob sie sich wirklich wohlfühlt.

Die Schnurrfrequenz liegt meist in einem Bereich von ca. 26 Hertz: Studien haben gezeigt, dass bei dieser Frequenz die Knochenheilung stimuliert wird und die Knochendichte zunimmt. Hat die Katze sich etwas gebrochen, kann sie die Heilung mit dem Schnurren beschleunigen. Aber auch uns Menschen können Katzen bei vielen Krankheiten helfen.

Katzensprache: Katze schnurrt
Katzen schnurren in vielen Situationen.© stock.adobe.com/denisval

3. Das bedeutet das Fauchen in der Katzensprache

Früher oder später hört wohl jeder Katzenhalter sein Haustier einmal fauchen. Katzen können diesen stimmlosen Droh- und Abwehrlaut erzeugen, indem sie das Maul öffnen, die Oberlippe nach oben ziehen und die Zunge wölben. Mit einem Mal stößt die Katze kräftig Luft aus – und faucht. Zeigt die Katze dieses Verhalten, will sie in der Katzensprache sagen, dass etwas ganz und gar nicht passt.

Faucht die Katze blitzartig, kann sie beim Fauchen auch spucken.

Schon Kätzchen, die nur wenige Tage alt sind, können leise fauchen. Sie tun das, wenn sie verunsichert sind. Später fauchen Katzen dann vor allem in diesen Situationen:

  • Fauchen vor Schreck: Hat sich Ihre Katze erschreckt, kann sie vor Schreck fauchen. Versuchen Sie, die Katze wieder zu beruhigen und ihr zu zeigen, dass alles in Ordnung ist.
  • Fauchen als Abwehr: Ihre Katze droht. Sie ist mit der Situation nicht zufrieden und Sie sollten versuchen, den Stressauslöser zu beseitigen und künftig zu vermeiden – und das am besten, bevor Ihre Katze wirklich zur Attacke übergeht.
  • Fauchen beim Angriff: Zum Beispiel beim Katerkampf geht das Fauchen mit straff angelegten Ohren, Zähne zeigen und stimmhaftem Knurren einher. Die Katze ist dann sehr aggressiv und wird zum Angriff übergehen.
Nehmen Sie das Drohverhalten Ihrer Katze unbedingt immer ernst! Geben Sie Ihr Freiraum und versuchen Sie, die Situation für sie zu verbessern.
Katzensprache: Katze faucht
Faucht die Katze, sollten Sie das ernst nehmen.© stock.adobe.com/castenoid

4. Das bedeutet das Gurren in der Katzensprache

Jeder Katzenhalter wird seine Katze schon einmal gurren gehört haben. Es erinnert an das typische Geräusch einer Taube und ist eine Mischung aus Schnurren und Miauen. Gurrt Ihre Katze, sagt sie in der Katzensprache, dass alles gut ist.

Katzen gurren vor allem, wenn sie sich beim Spielen freuen, oder wenn Sie Ihren Besitzer begrüßen. Häufig traben Sie dann auf ihn zu und heben den Schwanz freudig in die Luft. Häufig gurren Katzen auch, wenn sie sich nach Aufmerksamkeit sehnen.

In der Katzensprache wird das Gurren aber genauso in diesen Situationen verwendet:

  • Katzenmutter gurrt ihre Kätzchen an: Sie möchte die Kitten dazu auffordern zu trinken.
  • Rollige Katze gurrt: Die Katze ist paarungsbereit und möchte die Aufmerksamkeit des Katers auf sich ziehen.
Katzensprache: Katze gurrt
Häufig gurren Katzen beim Spielen. © stock.adobe.com/castenoid

5. Das bedeutet das Schnattern in der Katzensprache

Das Schnattern und Keckern bedeutet in der Katzensprache, dass die Katze gerade voll konzentriert ist. Häufig schnattert die Katze, wenn sie eine Beute entdeckt hat, die sie nicht erreichen kann. Das kann ein Vogel vor dem geschlossenen Fenster oder eine Fliege an der Decke sein.

Manchmal schnattern und keckern Katzen auch ohne Ton, oder man hört nur, wie sie mit den Zähnen klappern.

Zu dem typischen Schnatter-Geräusch kommt es, da die Katze das Maul in sehr schnellen Bewegungen fast schließt und wieder öffnet. Häufig schwänzelt die Katze auch wild hin und her, wenn sie schnattern oder keckert.

Katzensprache: Katze schnattert
Ist eine Beute nicht zu erreichen, schnattern Katzen. © stock.adobe.com/dimakp

Katzen können sehr viel mehr Geräusche erzeugen als nur das typische „Miau“. Um die vielen Katzenlaute richtig zu interpretieren, müssen Sie aber immer die ganze Katze und ihre Körpersprache genau mit beobachten.

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