Ernährung

Richtiges Futter für große Hunderassen

Große Hunde müssen anders ernährt werden als Kleinhunde. Woran das liegt und worauf Sie bei der Fütterung eines großen Hundes genau achten müssen, erfahren Sie hier.

Große Hunde brauchen auf sie angepasste Nahrung.© stock.adobe.com/TOTI

Jeder erwachsene Hund benötigt unabhängig von seiner Körpergröße im Grunde die gleichen Nährstoffe. Allerdings gilt das nicht in der Wachstumsphase: Welpen großer Rassen müssen nämlich schnell an Gewicht zunehmen und haben daher einen speziellen Nährstoffbedarf. Ernährungsfehler während des Wachstums können vor allem bei großen Hunderassen fatale Folgen haben. Doch die Fütterung eines Riesenhundes ist noch von anderen Faktoren abhängig.

Verdauungsprobleme effektiv vorbeugen

Große Hunde haben im Verhältnis einen kürzeren Magen-Darm-Trakt als kleine Hunde, weshalb sie öfter Kot absetzen und meist auch eine schlechtere Kotqualität als die kleineren Rassen haben. Große Hunde geben außerdem mehr Natrium und Wasser in den Dickdarm ab, wodurch der Wassergehalt im Kot ansteigt. Um Verdauungsprobleme bei großen Hunden möglichst vorzubeugen, sollte die Nahrung deswegen hochverdaulich sein.

Ideale Futtermittel für große Hunde

Spezielles Fertigfutter für große Hunde berücksichtigt meistens die speziellen Bedürfnisse der Schwergewichte. Selbst zubereitete Portionen sollten zum Großteil aus hochverdaulichen Komponenten bestehen. Folgende Futtermittel können Hunde leicht verdauen:

  • Muskelfleisch
  • Herz
  • Eier
  • Milchprodukte
  • aufgeschlossene Kohlenhydrate (z.B. gekochte Kartoffeln)
  • Öle bzw. Fett

Weniger gut verdaulich sind hingegen Futtermittel, die reich an Bindegewebe oder Ballaststoffen sind, wie Innereien oder Weizenkleie. Diese sollten also nicht im Napf eines großen Hundes landen.

Eier sind auch für große Hunde leicht zu verdauen.© stock.adobe.com/chendongshan

Gefährliche Magendrehung vorbeugen

Große Hunde, vor allem diejenigen mit einem tiefen und breiten Brustkorb, leiden häufiger an einer Magendrehung als andere Hunde. Zwar sind die genauen Ursachen dieser lebensbedrohlichen Erkrankung noch unklar, allerdings sind weitere Risikofaktoren bekannt, die eine Magendrehung begünstigen können:

  • ängstliches oder nervöses Verhalten
  • Aufnahme großer Futtermengen auf einmal
  • vermehrtes Luftschlucken
  • Stress
  • körperliche Aktivität direkt nach dem Fressen
  • übermäßige Gärung im Magen

Um eine Magendrehung vorzubeugen, sollten Sie mehrere kleinere Rationen pro Tag an Ihren Hund verfüttern. Versuchen Sie unbedingt Stress, hohe Anstrengung und Sport etwa zwei Stunden lang nach dem Fressen für Ihren Hund zu vermeiden.

Nach dem Fressen müssen große Hunde entspannen.© stock.adobe.com/DavidGillisDesign

Der Energiebedarf ist größenunabhängig

Große Hunde haben tatsächlich einen ähnlich hohen Energiebedarf wie kleine Hunde. Wie viel Energie ein Hund verbraucht und wie viel Energie er daher über die Nahrung aufnehmen muss, wird nämlich nicht von der Körpergröße, sondern vielmehr durch folgende Faktoren beeinflusst:

Hunde mit kurzem und weniger dichtem Fell brauchen mehr Energie, um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Auch der Anteil der fettfreien Körpermasse eines Hundes spielt eine Rolle: Hunde mit viel Muskelmasse haben einen wesentlich höheren Energiebedarf.

Die empfindliche Verdauung und die richtige Fütterungsweise, um gesundheitliche Risiken zu umgehen, sind bei der Ernährung eines großen Hundes entscheidend. Ein besonders hoher Energiebedarf ist aber nicht zwangsläufig bei jedem großen Hund gegeben – das sollten Sie bei der Hundeernährung unbedingt beachten.

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