Rottweiler

Rottweiler sind sehr menschenbezogen und anhänglich. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Rottweiler.

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Alles Wissenswerte über die Hunderasse Rottweiler. © Stock.adobe.com/Rita Kochmarjova

Rottweiler zählen unter Hundeliebhabern zu den äußerst beliebten Rassehunden. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um Rottweiler.

Typische Merkmale

Widerristhöhe: 56 bis 68 cm
Gewicht: 40 bis 50 Kilo
Alter: 10 Jahre
Ursprungsland: Deutschland
Fell: kurz, glänzend
Klassifikation: FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen

Eigenschaften
Bewegungsdrang
Erziehungsaufwand
Pflegeaufwand
Zeitaufwand
Arbeitsbedürfnis
Menschenbezogenheit

Herkunft des Rottweilers

Der Ursprung des Rottweilers geht bis in die Römerzeit zurück. Die Hunde zogen mit den römischen Legionen über die Alpen, beschützten die Menschen und trieben das Vieh.

Dennoch gilt heute Deutschland als das Ursprungsland des heutigen Rottweilers: Denn es war im Raum Rottweil, wo sich die römischen und die einheimischen Hunde kreuzten und eine neue Rasse, den "Rottweiler Metzgerhund", hervorbrachten. Die Metzger züchteten diese Rasse als einen Hüte- und Treiberhund weiter, der auch als Zughund Verwendung fand. Seit 1910 wird der Rottweiler auch als Polizeihund geführt.

Aussehen

Der Rottweiler ist ein großer, stämmiger Hund, der vor Kraft und Energie strotzt. Hinter seiner kräftigen Gestalt verbergen sich aber nicht nur starke Muskeln, sondern auch Wendigkeit und Ausdauer. Dieser Hund bringt die idealen Voraussetzungen als Diensthund bei Polizei und Militär mit.

Das kurze und glänzende Fell ist schwarz mit rotbraunen, klar abgegrenzten Abzeichen, dem sogenannten Brand. Man nennt diese Färbung auch Schwarz-Loh.

Mit einem Gewicht von bis zu 50 Kilogramm flößt der Rottweiler wohl jedem Respekt ein. Wichtig ist es, mit dem schweren und selbstsicheren Hund richtig umzugehen.

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Rottweiler haben viel Power.© Stock.adobe.com/Даша Швецова

Verhalten und Charakter

Der Rottweiler ist ein herzlicher und gutmütiger Kerl, der sich in der Regel ruhig und selbstsicher präsentiert. Er strotzt aber nun mal vor Kraft, und manchmal merkt er gar nicht, was für ein starker Typ er ist. Also Vorsicht, die Zuneigung eines Rottweilers kann wirklich umwerfend sein!

Ein Rottweiler ist generell anhänglich, kinderliebend und gehorsam. Er gilt zudem als menschenbezogen, genügsam und anpassungsfähig. Außerdem ist er nervenfest, selbstsicher und unerschrocken, reagiert mit hoher Aufmerksamkeit auf seine Umwelt. Dieser Hund bewacht Haus und Hof und wird seine Familie bis zum Äußersten verteidigen.

Rottweiler als Listenhund

Im Allgemeinen sind Rottweiler nicht gefährlich, so wie es viele glauben. Eine konsequente Erziehung, die richtige Beschäftigung und eine gute Sozialisierung sind aber entscheidend dafür, dass ein Rottweiler zu einem liebevollen Familienbegleiter wird – so wie bei jedem anderen Hund auch.

Dennoch: Diese Rasse gerät immer wieder in Verruf. Inkosequent erzogene oder nicht rassegerecht gehaltene Rottweiler neigen zu aggressivem Verhalten. Deswegen steht die Hunderasse bei diesen Bundesländern auf der Rasseliste und darf dort nur unter Auflagen gehalten werden:

  • Bayern
  • Hamburg
  • Hessen

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Rottweiler hat Power und will sie auch nutzen. Deswegen sollte man ihm kraftraubende Aufgaben und viel Auslauf geben. Allerdings ist das Bewegungsbedürfnis des Rottweilers nicht so groß, wie man bei seinem Anblick zunächst vermuten würde.

Der Rottweiler ist in erster Linie ein Arbeitshund und muss nicht unbedingt laufen. Er geht mit Ihnen zwar auch gerne joggen, aber lieber würde er sich täglich zwei, drei Stunden beim Turnier-Hundesport oder Dog Dancing verausgaben.

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Rottweiler sind sportliche Hunde.© stock.adobe.com/Rita Kochmarjova

Erziehung des Rottweilers

Man muss dem Rottweiler von Anfang anklare Richtlinien setzen, damit er lernt, seine Kraft und sein Temperament zu zügeln. Das sollte er schon im Welpenalter lernen. Beginnen Sie mit der Erziehung deshalb frühzeitig, sie sollte bis zum neunten Lebensmonat des Hundes abgeschlossen sein, raten Experten.

So muss er schnell lernen, dass er nicht an der Leine ziehen darf und der Mensch die Richtung vorgibt. Wer das versäumt, hat später gegen so viel Kraft kaum eine Chance. Natürlich muss auch danach mit dem Hund gearbeitet werden.

Rassegerechte Ernährung

Um einen Rotterweiler angepasst zu füttern, sollte sein Alter, sein Gesundheitszustand und sein Aktivitätslevel berücksichtigt werden. Außerdem ist Vorsicht geboten: Die massigen Tiere neigen zu Übergewicht.

Rottweiler fressen oft sehr gierig. Deswegen sollte man den Tieren mehrere kleine Mahlzeiten am Tag servieren. Ob Nass- oder Trockenfutter besser geeignet ist, muss jeder Halter selbst entscheiden. Sinnvoll ist es aber immer, dem Hund auch das Futter anzubieten, das er beim Züchter schon bekommen hat.

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Bei der Fütterung ist Vorsicht geboten.© stock.adobe.com/otsphoto

Pflegeaufwand des Rottweilers

Minimaler Aufwand dank extrem kurzen Fells und robuster Natur. Während des Fellwechsels empfiehlt es sich, den Körper mit Gumminoppenhandschuhen zu massieren bzw. zu streicheln und die Prozedur so zu erleichtern.

Häufige Krankheiten

Hüftgelenksdysplasie sowie Ellbogendysplasie sind vererbbare Fehlentwicklungen der jeweiligen Gelenke, die bei Rottweilern auftreten können. Auch die Leukoenzephalomyelopathie ist eine erblich bedingte Erkrankung, die vorkommen kann und bei Jungtieren zu fortschreitenden Lähmungen führt. Sie ist unheilbar, kommt allerdings kaum noch vor. Außerdem haben Rottweiler eine gehäufte Tumoranfälligkeit.

Anschaffung

Wer einen Rottweiler bei sich aufnehmen möchte, sollte sich am besten bei einem seriösen Züchter erkundigen. Leider landen Rottweiler auch immer wieder im Tierheim, weil die Besitzer mit ihnen überfordert waren. Diese Tiere brauchen einen besonders erfahrenen Hundehalter.

Egal, für welchen Rottweiler Sie sich entscheiden: Bedenken Sie, dass Ihr Hund von Anfang an gut sozialisert und konsequent erzogen werden muss. Nur so wird er zu einem liebevollen Begleiter.

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