Familienhunde: Diese Hunderassen sind fĂŒr Familien geeignet

Nicht jede Hunderasse ist für das Leben in einer Familie mit Kindern geeignet. Welche Hunde sich meist gut als Familienhunde eignen, lesen Sie hier.

Familienhund
Welche Hunde eignen sich als Familienhunde?© Halfpoint-stock.adobe.com

Mit einem Hund aufzuwachsen hat für Kinder viele Vorteile. Doch bevor ein Familienhund angeschafft wird, müssen Sie sich vergewissern, dass Sie genug Zeit für die Beschäftigung und Erziehung des Hundes haben. Denn auch der liebste und anpassungsfähigste Hund der Welt hat einige Ansprüche. Die Eltern müssen sich darüber bewusst sein, dass in erster Linie sie für den Hund und sein Wohlergehen verantwortlich sind, auch wenn die Kinder sich einen Hund wünschen.

Außerdem ist es wichtig, dass die Kinder Grundlegendes über Hunde und ihre Haltung lernen, schon bevor der Hund einzieht. Sie müssen auch wissen, wie sie sich einem Hund gegenüber richtig verhalten.

Inhaltsübersicht

Wodurch zeichnet sich ein guter Familienhund aus?

Ein Familienhund sollte freundlich und gutmütig sein. Damit er im Familienalltag und im Umgang mit Kindern nicht gestresst wird, sind ein ruhiges, geduldiges, ausgeglichenes und nervenstarkes Wesen wichtig: Ein Familienhund sollte sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Weitere gute Eigenschaften für einen Familienhund sind Verschmust- und Verspieltheit.

Generell ist es wichtig zu betonen, dass Hunderassen nie pauschalisiert werden können. Natürlich hat jede Hunderasse bestimmte Charaktereigenschaften, die ihr zugeordnet werden und die auch oft zutreffen. Dennoch spielen auch die Erziehung und Prägung des Hundes eine wichtige Rolle bei der Entwicklung seiner Charakterzüge. Es kann also auch sein, dass ein Hund einer familientauglichen Rasse gar keine Kinder mag und sich in einem ruhigen Haushalt wohler fühlt. 

Achtung: Kleine Kinder sollten generell nicht mit Hunden allein gelassen werden.

Wichtig zu betonen ist außerdem, dass Familienhunde und Anfängerhunde nicht gleichzusetzen sind. Bei einigen Rassen, die als Familienhunde gelten, ist es wichtig, dass ein Erwachsener mit Hundeerfahrung in der Familie lebt.

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10 Hunderassen, die als Familienhund geeignet sind

Es gibt Hunderassen, die aufgrund ihrer Anlagen besonders als Familienhunde geeignet sind. Sie gelten als ausgeglichen, ruhig, verspielt und zeigen ein geringes aggressionspotenzial. Kinder und Hunde können eine ganz wundervolle Kombination sein, von der beide Seiten profitieren. Diese zehn Hunderassen gelten allgemein als geeignete Familienhunde:

1. Labrador Retriever

Labradore sind sehr menschenbezogen und anpassungsfähig und wollen ihren Menschen gefallen. Sie sind aktiv, verspielt und freundlich und daher nicht nur für Hunde-Anfänger, sondern auch für Familien gut geeignet. Der Labrador Retriever sind lernwillig und generell gut erziehbar. Sie brauchen aber ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung.

Tipp: Auch der Labradoodle ist als Familienhund gut geeignet.

Golden Retriever
Golden Retriever lieben ihre Familie und wollen am liebsten immer dabei sein.© Vasyl-stock.adobe.com

2. Golden Retriever

Der Golden Retriver ist zu Recht eine der beliebtesten Rassen der Deutschen. Laut Welpenstatistik des Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) wurden im Jahr 2022 knapp über 2.100 Welpen dieser Rasse gezüchtet. Diese Hunde sind sehr Menschenbezogen und möchten so viel Zeit mit ihrem Rudel verbringen wie möglich. Ihr tollpatschiges Wesen und die Vorliebe zum Spielen machen sie zu idealen Familienmitgliedern. Zudem benötigen sie keine sehr aufwendige Pflege und sind nicht übermäßig sportlich. dennoch gilt: Für Faulpelze ist die Rasse nicht geeignet!

3. Cavalier King Charles Spaniel

Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein kleiner, liebevoller Hund. Er gilt als besonders friedlich und ausgeglichen. Die Hunderasse ist außerdem geduldig, anhänglich und verschmust. Diese Eigenschaften machen den Cavalier King Charles Spaniel zu einem geeigneten Familienhund – auch für Anfänger – der mit Kindern sehr gut zurecht kommt.

Neben dem täglichen Gassigehen ist beim Cavalier King Charles Spaniel vor allem die Fellpflege wichtig, denn das lange Fell der kleinen Hunde ist sehr pflegebedürftig. Leider ist diese Rasse anfällig für einige Erbkrankheiten. Informieren Sie sich daher genau, woher Ihr Hund kommt und achten Sie besonders auf eine seriöse Zucht.

Cavalier King Charles Spaniel
Der Cavalier King Charles Spaniel eignet sich gut als kleiner Familienhund.© Happy monkey-stock.adobe.com

4. Berner Sennenhund

Der Berner Sennenhund ist eine der am besten für Familien geeignete große Hunderassen. Er gilt als freundlich und friedlich. Der gutmütige Hund ist sehr kinderlieb, nervenstark und geduldig. Der Berner Sennenhund braucht Familienanschluss und eine konsequente, liebevolle Erziehung. Leider ist diese Hunderasse anfällig für Krankheiten wie Hüftgelenks-Dysplasie und Ellenbogengelenks-Dysplasie oder Augenerkrankungen (zum Beispiel Roll-Lid). Auch Krebs oder Magendrehungen kommen bei dem Berner relativ oft vor.

Berner Sennenhund
Der Berner Sennenhund hat einen langen Geduldsfaden. © cheese78-stock.adobe.com

5. Bobtail

Der Bobtail, auch Old English Sheepdog genannt, ist ein Hütehund, der aber auch für Familien geeignet sein kann. Auf den ersten Blick wirkt der Bobtail gemütlich und faul, doch tatsächlich braucht diese Hunderasse viel Bewegung und Beschäftigung. Der Bobtail ist freundlich, gelehrig, ausgeglichen und kinderlieb. Er spielt und tobt gerne, ist aber nicht aggressiv. Wer dem Bobtail ein Zuhause mit viel Platz und viel Zeit für seine Beschäftigung bieten kann, erhält im Gegenzug einen treuen und verspielten Begleiter.

Bobtail
Der Bobtail braucht viel Beschäftigung.© radarreklama-stock.adobe.com

6. Collie

Der Collie ist ein lernwilliger, eleganter und verspielter Hund. Er ist sehr umgänglich, auch in Bezug auf Kinder, und ist daher gut als Familienhund geeignet. Da er sehr aktiv ist, braucht der Collie eine Familie, die sich viel mit ihm bewegt und gerne lange Spaziergänge unternimmt. Man sollte sich immer wieder neue Aufgaben für den lernfreudigen Hund überlegen und ihn auch geistig beschäftigen. Ein Collie braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit, bereits bestehende Hundeerfahrung ist bei ihm von Vorteil. Beachtet werden muss, dass Collies als Hütehunde oft einen ausgeprägten Schutzinstinkt haben und ihre Familie verteidigen wollen.

Collie
Der Collie braucht eine aktive Familie.© eugenegg-stock.adobe.com

7. Neufundländer

Der Neufundländer ist eine gutmütige, fröhliche, sanfte und geduldige Hunderasse, die auch mit Kindern gut zurecht kommt. Neufundländer sind gehorsam, was ihre Erziehung relativ leicht macht. Es ist aber wichtig, dass von Anfang an Wert auf eine gute Erziehung gelegt wird. Die Größe des Neufundländers darf nicht unterschätzt werden – auch im Umgang mit Kindern. Außerdem ist es gut, wenn es in der Familie bereits Menschen mit Hundeerfahrung gibt. Neufundländer brauchen viel Platz und Beschäftigung. Schwimmen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen dieser Hunde.

Neufundländer
Der Neufundländer gehört zu den größten Hunderassen der Welt. © Aurélien Poulat-stock.adobe.com

8. Bichon Frisé

Der Bichon Frisé ist ein kleiner weißer Hund, der sich durch seine fröhliche und offene Art auszeichnet. Er ist unkompliziert und freundlich und gerne überall mit dabei. Der Bichon Frisé eignet sich als Hund in verschiedenen Lebenslagen, auch für Anfänger und Familien: Der kleine Hund ist ein toller Spielgefährte für Kinder. Wichtig ist natürlich, dass die Kinder lernen, wie man richtig mit Hunden umgeht. Ein Vorteil dieser Hunderasse: Der Bichon Frisé haart nicht! Allerdings ist seine Fellpflege dennoch relativ aufwendig.

Bichon Frise
Der Bichon Frisé ist ein echter Allround-Hund und eignet sich auch für Familien. © Antonina-stock.adobe.com

9. English Cocker Spaniel

Der English Cocker Spaniel ist ein fröhlicher, anhänglicher und verspielter Hund, der auch als Familienhund geeignet ist. Der gutmütige Hund ist gerne immer und überall, braucht aber viel Bewegung und Beschäftigung. Außerdem muss besonders auf seine Fellpflege geachtet werden. Die Erziehung des English Cocker Spaniels ist nicht so schwer, solange man von Anfang an konsequent bleibt, denn oft sind die Hunde etwas überschwänglich und temperamentvoll. Wichtig zu wissen ist, dass English Cocker Spaniel Jagdhunde sind. Für Hunde-Anfänger sind sie daher eventuell nicht die richtige Wahl.

English Cocker Spaniel
Fröhlich, verspielt, gutmütig, bewegungsfreudig und jagdbegeistert: Der English Cocker Spaniel. © Andrea Izzotti-stock.adobe.com

10. Elo

Der Elo wurde mit dem Ziel gezüchtet, einen perfekten Familienhund zu erhalten. Dafür wurden Eurasier, Bobtail und Chow Chow gekreuzt. Später wurden auch noch Dalmatiner und Samojede eingekreuzt. Der Elo ist keine vom FCI anerkannte Hunderasse, sondern eine geschützte „Marke“.

Elos
Elos können sehr unterschiedlich sein. © Christian Müller-stock.adobe.com

Der Elo ist ein ausgeglichener, anpassungsfähiger und gutmütiger Hund, der entsprechend seiner Zucht-Absicht als Familienhund geeignet ist. Dennoch braucht ein Elo eine konsequente Erziehung und einen Halter mit Hundeerfahrung, denn oft neigen Elos zur Dickköpfigkeit. Elos können in ihren Interessen sehr verschieden sein, müssen aber auf jeden Fall ausreichend beschäftigt werden. Auch viel Bewegung ist sehr wichtig. Elos mögen ausgedehnte Spaziergänge. Welche anderen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten Ihrem Elo gefallen, finden Sie am besten durch Ausprobieren heraus.

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Diese zehn Hunderassen gelten – bei richtiger Erziehung und Beschäftigung – als geeignete Familienhunde. Selbstverständlich handelt es sich bei dieser Auflistung aber um Beispiele: Es gibt noch viele weitere Hunderassen, die sich toll als Familienmitglied eignen.

Die beliebtesten Hunde für Familien mit Kindern

Ein Familienhund zeichnet sich durch besondere Charaktereigenschaften aus und dadurch, wie er in einem Mensch-Hunde-Rudel zurecht kommt. Eine Familie muss natürlich nicht zwangsweise Kinder beinhalten, auch Partner oder Ehepartner ohne Kinder sind eine Familie. Hier möchten wir ihnen jedoch die Top 3 Rassen vorstellen, die besonders kinderfreundlich sind.

1. Der Labrador Retriever

Der Labrador Retriever ist zurecht eine der beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Die Rasse belegt auf der Beliebtheits-Skala den zweiten Platz, direkt hinter dem Mischling auf Platz eins. Diese Vierbeiner sind nicht nur körperlich robust, sondern auch charakterlich. Ihre Nervenstärke macht sie in Familien, in denen es mit unter noch etwas laut und chaotisch ist, zu einem guten Hund, der sich mühelos in das Familienleben integriert.

Der Labrador Retriever ist nachsichtig und verzeiht Fehler, wie einen noch unbeholfenen, etwas ruppigeren Umgang mit Kleinkindern. Die Welpenstatistik des Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) bestätigt die Beliebtheit dieser Rasse. Im Jahr 2022 wurden 2630 Welpen verzeichnet. 

Ein kleines Mädchen übt Tricks im Wohnzimmer mit einem hellen Labrador Retriever.
Der Labrador ist ein robuster Hund der die Gesellschaft von Kindern mag. © stock.adobe.com/LIGHTFIELD STUDIOS

2. Der Golden Retriever

Der Golden Retriever ist nicht nur aufgrund seiner verspielten und etwas tollpatschigen Art beliebt, sondern auch aufgrund seiner Optik. Die meist hell-goldenen Hunde mit längerem Fell sind die Schönlinge unter den beliebtesten Familienhunden und belegen auf der Beliebtheits-Skala in Deutschland den fünften Platz.

Viele Halter empfinden das Zusammenleben mit einem Goldie, als würde man mit einem zusätzlichen Kind zusammenleben. Deswegen ist diese Rasse auch für einen Haushalt mit Kindern bestens geeignet. Wichtig ist natürlich auch hier, dass Kinder immer den richtigen Umgang mit Hunden lernen! Denn auch ein Golden Retriever kann mal die Schnauze voll haben. 

Ein Mädhcen rennt in gelben Gummistiefeln durch eine Pfütze, ein Golden Retriever rennt neben ihr.
Golden Retriever gehören zu den beliebtesten Rassen der Deutschen. © stock.adobe.com/596677129

3. Der Deutsche Boxer

Mit dieser Hunderasse haben Sie vielleicht nicht gerechnet. Der Deutsche Boxer ist ein ausgeglichener Wachhund mit einer verspielten Ader. Durch ihre langen Beine wirken sie oft etwas tollpatschig. Die von den Molossern abstammende Rasse ist nicht nur geistig, sondern auch körperlich robust. Dadurch kann man ideal mit ihnen toben, ohne dass sie sich leicht verletzen. Der Wachhund ist Fremden gegenüber meist skeptisch und ist durchaus in der Lage "seine" Menschen zu beschützen.

Durch ihren schlanken Körperbau ist die Rasse für Freizeitaktivitäten gut geeignet und kann die Familie überall begleiten. Die Rasse ist sehr kinderlieb, hat immer ein Auge auf die schwächsten im Rudel und verzeiht auch mal das ein oder andere Ziehen am Ohr. Deute Boxer haben eine quirlige Seite, brauchen aber auch ganz viel Liebe und Zuneigung. Gemeinsame Kuschelstunden mit den kleinsten in der Familie sind ihnen da nur recht. 

Bei jeder Hunderasse gilt: Spielen und Schmusen sollte nur unter Aufsicht von Erwachsenen stattfinden!
Ein kleines Mädchen liegt auf einem braunen Sofa neben einem deutschen Boxer und schläft.
Der Boxer ist eine äußerst verspielte und familienfreundliche Rasse, der auf seine Menschen aufpasst. © stock.adobe.com/Ольга Рязанцева

Katzenfreundliche Hunderassen

Ob ein Hund katzenfreundlich ist, lässt sich pauschal nicht sagen, da dies mit der Erziehung und sozialen Prägung einhergeht. Wenn man einen Hund im Welpenalter an die Anwesenheit von Katzen gewöhnt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass beide sich aneinander gewöhnen. Doch besonders Hunde aus dem Tierheim kommen meist im ausgewachsenen Alter in ihre neuen Familien, ohne jemals diese Erziehung gehabt zu haben. Folgende Rassen gelten im Allgemeinen jedoch als katzenfreundlich:

  1. Alopekis: Der Alopekis ist ein kleiner aber robuster Hund, der sich auf dem Land und in der Stadt wohl fühlt. Er genießt die Gemeinschaft mit Menschen, Artgenossen und auch Katzen. Die Rasse sollte im Idealfall seit dem Welpenalter mit Katzen in Kontakt sein, da die Rasse außerhalb der eigenen vier Wände gerne mal Eichhörnchen oder anderen Kleintieren zum Spaß hinterherjagt. 
  2. Golden Retriver: Der Golden Retriever ist eine gesellige und liebevolle Rasse, die mit Konsequenz leicht zu erziehen ist. Da sie die Anwesenheit ihrer Menschen und Artgenossen liebt, sind in den meisten Fällen auch Katzen kein Problem. 
  3. Bolonka Zwetna: Die kleine, aus Russland stammende Rasse ist stets aufgeschlossen, auch Fremden gegenüber. Das Zusammenleben mit Artgenossen oder Katzen ist für die sozialen Hunde kein Problem. 
  4. Bulldoggen: Die massigen Hunde wirken zwar nicht so, doch sie können unglaublich liebevoll sein. Sie spüren genau, bei wem sie besonders vorsichtig sein müssen, ob es nun kleine Kinder oder Katzen sind. Bulldoggen lieben den Körperkontakt und nicht selten putzen sie sogar die Katzen in ihrem Rudel. 
  5. Affenpinscher: Diese Rasse zählt zu den ältesten und ursprünglichsten in Deutschland. Sie gilt als lebensfroh und sehr sozial. Mit Artgenossen und Katzen kommt die Rasse bei konsequenter Erziehung gut zurecht. 
Pauschal kann von keiner Rasse behauptet werden, dass sie 100 Prozent katzenfreundlich ist. Das hängt immer stark vom Wesen des einzelnen Hundes ab. Gewöhnen Sie Hund und Katze daher langsam und nur unter Aufsicht aneinander!
Heine Frau luegt auf dem Sofa neben ihrem Hund und hält ein Katzenjunges in den Händen.
Am besten sollte der Hund bereits als Welpe den Umgang mit Katzen lernen. © stock.adobe.com/olezzo

Hunde und Kleintiere

Kleintiere wie Hamster und Meerschweinchen sind Hunden aufgrund ihrer Körpergröße unterlegen. Sie sollten sich daher nicht die Frage stellen, welche Hunderasse gut mit Kleintieren zurecht kommt. Viele Kleintiere sind nachtaktiv und haben eine ganz andere Körpersprache als Hunde. Sie können im direkten Zusammenleben mit Hunden ihren Unmut nur begrenzt zum Ausdruck bringen.

Daher appellieren wir daran, Kleintiere und Hunde nicht zusammenzuführen. Hunde stellen für die kleinen Nager immer erstmal eine Bedrohung dar und versetzt sie unnötig in Stress. Daher sollten Sie darauf achten, dass die Kleintiere in Ihrem Haus gut geschützt sind und sich durch Rückzugsmöglichkeiten sicher fühlen. Die Gefahr, dass Ihr Hund versehentlich eines Ihrer Kleintiere verletzt, ist einfach zu groß. 

Rüde oder Hündin: Wer ist familienfreundlicher?

Generell kann nicht gesagt werden, dass sich Hündinnen oder Rüden besser als Familienhund eignen. Das hängt zum Teil von der Rasse ab, aber der wirklich ausschlaggebende Faktor ist die Sozialisierung, die der Hund ab dem Welpenalter prägt. Zudem haben Hunde, wie der Mensch auch, einen eigenen Charakter, der sich im Heranwachsen erst entwickelt. 

Charakterliche Unterschiede zwischen Hündinnen und Rüden

Wenn Sie überlegen einen Hund in Ihre Familie zu integrieren, dann sollten Sie sich der Charakterunterschiede zwischen den Geschlechtern bewusst sein. Es gib nämlich gute Gründe, wieso sich Menschen bewusst für oder gegen einen weiblichen bzw. männlichen Hund entscheiden.

Hündinnen gelten im allgemeinen als

  • geduldig
  • fürsorglich
  • nachsichtig
  • liebevoll
  • konsequent

Da sich die Hündinnen um den Nachwuchs und die Erziehung kümmern, werden ihnen besonders diese Charaktereigenschaften zugeschrieben. 

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Rüden gelten im allgemeinen als

  • wachsam
  • territorial
  • selbstbewusst
Diese Charaktereigenschaften können bei Hunden, egal ob Hündin oder Rüde, natürlich stark variieren. Selbstverständlich gibt es auch Rüden mit starkem Spieltrieb und einer liebevollen Ader, während einige Hündinnen einen starken Beschützerinstinkt haben.

Dennoch sind einige Charaktereigenschaften, je nach Geschlecht, eher typisch. Am besten erkundigen Sie sich im Tierheim oder beim Züchter genau nach dem Charakter des Hundes, der Sie interessiert. So können Sie sichergehen, dass der Hund in Ihre Familie passt.

Ein Mädchen sitzt mit einem Golden Retriever auf einer Wiese und umarmt ihn.
Bevor Sie sich für einen Hund entscheiden, sollten Sie sich beim Züchter oder dem Tierheim über seinen Charakter informieren. © stock.adobe.com/Ievgen Skrypko

Ist ein Welpe familientauglich?

Vielen gefällt die Idee, einen Hund durch all seine Lebensphasen zu begleiten. Ob ein Welpe familienfreundlich ist, liegt dabei jedoch nicht am Welpen, sondern an Ihrer Familie. Welpen brauchen Fürsorge, viel Zeit und besonders zu Beginn viel Konsequenz. Wenn Sie bereits ein oder mehrere Kleinkinder oder sogar weitere Haustiere haben, sollten Sie sich sehr gut überlegen, ob Sie einem Welpen gerecht werden können. Sie müssen ihn wie ein Kind immer im Auge behalten, ihm beibringen stubenrein zu werden und auch Ihren Kindern beibringen, wie sie mit einem Welpen umgehen müssen. Das erfordert viel Verantwortung, Zeit und Geduld. 

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Wenn Sie feststellen, dass ein Welpe nicht in Ihre momentane Familiensituation hineinpasst, dann ist ein älterer Hund wahrscheinlich die bessere Wahl. Auch hier spielt das Alter eine entscheidende Rolle. Ein ausgewachsener Hund hat nochmal ganz andere Ansprüche als ein älterer Hund. Je nach dem, wie alt der Hund ist und in welchem gesundheitlichen Zustand er sich befindet, kann auch das Zusammenleben mit einem älteren Hund herausfordernd und zeitintensiv sein.

Ein kleines Mädchen liegt auf einem weißen Teppich und wird von einem Beagle-Welpen im Gesicht abgeschleckt.
Ob ein Welpe familienfreundlich ist oder nicht, hängt nicht von ihm ab, sondern von der Situation Ihrer Familie. © stock.adobe.com/nuzza11

Ältere Hunde können teilweise gesundheitliche Einschränkungen haben, sind nicht mehr so fit oder möchten lieber in einem ruhigen Umfeld altern. Sie haben jedoch auch wundervolle Charaktereigenschaften. Da sie lebenserfahren sind, sind sie sehr geduldig und ausgeglichen, genießen die Streicheleinheiten sowie die Zuwendung. Es gibt viele Vorurteile gegenüber alten Hunden, die jedoch nicht stimmen. 

Ob Sie sich bei einem Familienhund für einen Mischling oder einen Rassehund entscheiden, macht keinen Unterschied

Ob ein Welpe oder ein älterer Hund für Ihre Familie geeignet ist, hängt davon ab, wie viel Zeit Sie haben und auch davon, in welchem Alter sich Ihre Kinder befinden. 

Familienfreundliche Hunderassen: Noch mehr Tipps und Infos


Über die Autorin

Sophie-Claire Wieneke

Content Managerin

Seit 2023 ist Sophie-Claire Wieneke für Ein Herz für Tiere in den Bereichen Social Media und Content in der Online-Redaktion als Content Managerin tätig. Während ihres Studiums in Medien- und Kommunikationswissenschaft & Journalismus hat sie erste journalistische Erfahrungen in der Wortmann Schuh-Holding KG gesammelt und das Tamaris-Kundenmagazin verantwortet. Es folgte ein Praktikum in der Printredaktion des Sèparèe-Magazins. Heute verbindet Sophie ihre Liebe zu Tieren mit der Leidenschaft zum Schreiben und ist Expertin für Gesundheits-, Erziehungs- und Verhaltensthemen rund um Hund und Katze.


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