Fellfarbe

10 Fakten über rote Katzen

Menschenbezogen, verrückt, verfressen, feurig – roten Katzen wird so einiges nachgesagt. Wir werfen einen Blick auf das Geheimnis unserer roten Stubentiger und was sie so besonders macht.
 
Rote Katze streckt Zunge raus © shutterstock.com / Vladimir Arndt
Freche Früchtchen: Rote Katzen haben ihren ganz eigenen Charme.
Jeder Katzenhalter, der sein Leben mit einem Rotschopf teilt, weiß um dessen Eigenarten und kleine Macken. Rote Katzen gelten als Energiebündel, sehr intelligent und verschmust. Und da Genie und Wahnsinn oft nah beieinander liegen, sagt man roten Katzen auch eine gewisse Verrücktheit und Aggressivität nach. Doch was steckt wirklich unter dem flammend roten Fell und warum üben rote Katzen so eine Faszination auf uns aus?

Für Jim Davis, den Erfinder von Comic-Katze Garfield (der wohl ikonischsten roten Katze überhaupt) ist die Sache klar:

„In meiner Vorstellung ist der Himmel blau, das Gras ist grün und Katzen sind rot.“

Mit diesen Worten starten wir in unsere 10 Fakten über rote Katzen!
 

1. Rote Katzen sind zu 80 % männlich

Das Gen für die rote Fellfarbe wird dominant über das X-Chromosom vererbt, wovon die weibliche Katze zwei (XX) und der Kater eines (XY) trägt. Rote Kater entstehen immer dann, wenn die Mutterkatze die rote Grundfarbe trägt. Die Fellfarbe des Vaters spielt hierbei keine Rolle. Anders bei der roten Kätzin: Sie entsteht nur, wenn die Mutterkatze und der Vater die rote Grundfarbe tragen. Da dies wesentlich seltener auftritt als der erste Fall, sind circa 80 Prozent der roten Katzen männlich und 20 Prozent weiblich.
 

2. Rote Katzen sind nie wirklich einfarbig

Jede rote Katze hat eine Zeichnung oder Geisterzeichnung der Marke „Tabby“ – wirklich einheitlich rote Katzen gibt es nicht. Das Tabby-Muster kommt in vier verschiedenen Variationen vor:
  • getigert (mackerel)
  • gestromt (classic tabby)
  • getupft (spotted)
  • getickt (ticked)


3. Rote Katzen und rothaarige Menschen haben eine Gemeinsamkeit

Für die rote Fellfarbe, die in allen Abstufungen vorkommen kann, ist das Pigment Phäomelanin verantwortlich. Es dominiert sowohl bei roten Katzen, als auch bei menschlichen Rotschöpfen und sorgt für das rote Fell bzw. Haar.


4. Rote Katzen haben Sommersprossen

Bei roten Katzen kann man besonders oft kleine, schwarze Flecken auf Nase, den Pfoten oder den Schleimhäuten ausmachen. Diese Pigmentflecken entstehen, wenn sich besonders viel Melanin einlagert. Bei roten Katzen sind sie recht verbreitet, der Grund hierfür ist jedoch noch unklar.

Die schwarzen Flecken sind an sich harmlos und können im Verlauf eines Katzenlebens mehr werden. Fühlen sie sich jedoch erhaben an, sollte man einen Tierarzt aufsuchen, denn auch Katzen können an Hautkrebs erkranken.
 

5. Rote Katzen sind besonders gesellig

Gary Weitzmann, Veterinär und Vorsitzender der San Diego Humane Society, betonte in einem Interview mit National Geographic die Geselligkeit roter Katzen. Diesen Eindruck gründet er auf die zahlreichen roten Katzen und den Anekdoten über sie, die er im Laufe seines Berufslebens miterlebte.
 

6. Rote Katzen finden schneller ein neues Zuhause

Mehr als anekdotischen Wert bietet eine Studie der University of California, Berkeley, zum Thema Fellfarbe und Charakter von Katzen. Hier stand jedoch der menschliche Blick im Fokus: Die 189 Teilnehmer sollten die Persönlichkeit von Katzen mit verschiedenen Fellfarben einschätzen. Dabei kamen rote Katzen besonders gut weg – sie wurden als freundlich und menschenbezogen wahrgenommen.

Die Chance, dass eine rote Katze aus dem Tierheim vermittelt wird, ist durch diese subjektive Einschätzung sehr viel höher.
 

7. Rote Katzen sind legendär

Um rote Katzen ranken sich allerlei Mythen und Legenden. Das charakteristische „M“, das rote Katzen durch ihr Tabby-Muster auf der Stirn tragen, soll laut christlichem Glauben durch eine Segnung von Maria, der Mutter Jesu, entstanden sein: Eine rote Katze wärmte und beruhigte das Jesuskind in der Krippe und zum Dank segnete Maria die Katze, indem sie ihr eigenes Initial auf deren Stirn hinterließ.

Eine ähnliche Erzählung findet sich auch im Islam: Während eines Gebets war der Prophet Mohammed so vertieft, dass er nicht bemerkte, wie sich eine giftige Schlange an ihn heranschlich. Eine rote Katze machte ihn auf die Schlange aufmerksam und und zum Dank segnete der Prophet seine Retterin mit seinem Initial.
 

8. Rote Katzen sind Film- und Fernsehstars

Rote Katzen sind echte Leinwandhelden und wer könnte es ihnen verdenken? Ihr Charme verzaubert einfach jeden. Hier eine kleine Auswahl an roten, schnurrenden Medienstars:
  • Garfield
  • Krummbein (Harry Potter)
  • Orangey (Frühstück bei Tiffany)
  • Jones (Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt)
  • Spot (Star Trek – The Next Generation)
  • Thomas O'Malley (Aristocats)
  • Butterblume (Die Tribute von Panem)
  • Bob (Bob, der Streuner)


9. Rote Katzen sind verfressen

Rote Katzen scheinen einen besonders ausgeprägten Appetit zu haben, wenn man den zahlreichen Berichten von Katzenhaltern Glauben schenken mag. So wird roten Katzen nachgesagt, dass sie sich gerne mal überfressen und Futter an den unmöglichsten Orten finden – manchmal auch Sachen, die überhaupt nicht für Katzen geeignet oder gar giftig sind.

Damit einher geht auch die Annahme, dass rote Katzen eher zu Hüftspeck neigen. Einen wissenschaftlichen Beweis für dieses Vorurteil gibt es jedoch nicht.
 

10. Rote Katzen sind einfach einzigartig

Jede Katze hat eine individuelle Persönlichkeit, die sich entsprechend genetischer Einflüsse und äußeren Umwelteinflüssen formt. Die Fellfarbe roter Katzen steht nicht in direktem Zusammenhang mit ihrer Persönlichkeit – zumindest wurde dies noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Wenn wir roten Katzen spezifische Eigenschaften zusprechen, dann weil die Fellfarbe uns beeinflusst – und nicht die Katze. Jede Samtpfote hat ihren ganz individuellen Charakter.
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