Sicherheit

Gefahren für Katzen in der Winterzeit

Für viele ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres. Überall wird dekoriert, gebacken und dann steht auch schon der Jahreswechsel an. Für unsere Katzen – egal ob Freigänger oder Stubentiger – birgt diese Zeit des Jahres besondere Gefahren. Lesen Sie hier, worauf Sie in den festlichen Wochen unbedingt achten müssen.
 
 
Katze mit Weihnachtsdekoration © Adobestock.com/harbucks
Die Weihnachtszeit kann für Katzen gefährlich werden.
Katzen sind von Natur aus neugierig. Kaum stellt man etwas Deko aufs Fensterbrett, schon wird es von der Katze unter die Lupe genommen – vielleicht kann man damit ja spielen. Gerade in den Wochen rund um Weihnachten und Silvester kann unseren Katzen ihre Neugierde zum Verhängnis werden. Um unnötige Gefahren von vornherein auszuschließen, finden Sie hier eine Übersicht der saisonal bedingt besonders häufigen Verletzungs- und Vergiftungsursachen für Katzen.
 

Gefahrenquelle 1: Pflanzen und Pflanzenschmuck

Pflanzen verschönern das Zimmer und bringen gerade in der kalten Jahreszeit die Erinnerung an den Sommer ins Haus. Kein Wunder, dass auch unsere Katzen gerne mal einen Blick auf das neue Grünzeug werfen. Gerade für reine Hauskatzen ist etwas Neues immer ein spannendes Objekt der Begierde. Manche Katzen knabbern auch ein wenig an der neuen Pflanze – hier lauert die Gefahr.

Folgende Pflanzen sollten Sie aus dem Katzenhaushalt verbannen oder außer Reichweiter der Katze aufstellen und immer gut im Blick haben:
  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)
  • Christrose (Helleborus niger)
  • Misteln (Viscum)
  • Beereneibe (Taxus baccata)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Glücksklee (Oxalis tetraphylla)
  • Nadelhölzer wie Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche (Pinales)
Je nachdem wieviel die Katze von einer dieser giftigen Pflanzen genascht hat, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, die tödlich enden können.
 
Symptome einer Vergiftung:
Vermehrtes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Lähmungserscheinungen, Benommenheit, stark geweitete oder verengte Pupillen
 
Wenn Sie vermuten, dass Ihre Katze eine giftige Pflanze gefressen hat oder sogar schon erste Symptome zeigt, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf.


Gefahrenquelle 2: Kerzen, Deko und Weihnachtsgebäck

Wenn eine Katze in Ihrem Haushalt lebt, sollten Sie auch bei der Winterdekoration immer folgende Gefahrenquellen für Ihre Katze ausschließen:
 
Kerzen und offenes Feuer
Egal, wie besinnlich und schön Kerzenlicht auch sein mag, für Ihre Katze ist eine brennende Kerze äußerst gefährlich. Schon der kleinste Funke reicht aus, um das seidige Fell der Katze in Brand zu stecken. Weichen Sie alternativ auf LED-Kerzen aus, die inzwischen so gut gemacht sind, dass der Unterschied zu echten Kerzen nicht mehr so groß ist.
 
Lametta und Kunstschnee
Lametta und Kunstschnee waren früher aus vielen Weihnachtsdekorationen kaum wegzudenken und erleben auch heute ein Comeback. Im Katzenhaushalt hat diese Winterdekoration aber nichts verloren! Verschluckt die Katze Lametta, kann es sich im Magen verknoten und muss im schlimmsten Fall herausoperiert werden.
Auch Kunstschnee zum Ausstreuen oder Sprühen wird von Katzen gerne mal abgeleckt, enthält aber giftige Substanzen, die der Katze schaden können.
 
Weihnachtsgebäck
Die Weihnachtsbäckerei beginnt bei vielen schon in den ersten kalten Tagen. Auf dem Tisch steht dann ein großer, bunter Teller mit wunderbaren Leckereien – für den Menschen. Für Katzen sind diese Naschereien natürlich ein Tabu und gehören zu den für Katzen verbotenen Lebensmitteln . Naschteller also lieber nicht unbeobachtet lassen und abdecken, wenn man den Raum verlässt.

Katze am Weihnachtsbaum
             So sollte es möglichst nicht aussehen.          (c)shutterstock.com/Mike Pulido

Gefahrenquelle 3: Der Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum ist aus den meisten Wohnungen und Häusern kaum wegzudenken. Auch im Katzenhaushalt ist es natürlich nicht verboten, einen Weihnachtsbaum aufzustellen, jedoch müssen hier gewisse Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
 
  • Nadelhölzer sind giftig für Katzen! Achten Sie darauf, dass Ihre Katze nicht an den Nadeln des Weihnachtsbaums knabbert.
  • Baumwasser unbedingt abdecken! Decken Sie das Wasser im Baumständer so ab, dass Ihre Katze nicht daraus trinken kann. Es nimmt die Harze des Baumes auf und ist für Katzen dadurch nicht mehr zum Trinken geeignet.
  • Standort und sicherer Stand! Stellen Sie den Weihnachtsbaum so auf, dass er weit genug von möglichen Absprungorten (wie einem Fensterbrett oder Tisch) entfernt steht. Achten Sie unbedingt auf einen festen Stand, sodass der Baum auch bei einer Attacke der Katze nicht umfallen kann. Wenn Ihre Katze sehr interessiert an Baum und Baumschmuck ist, sollten Sie den Baum in einen Raum stellen, den Sie nachts und in Abwesenheit verschließen können.
  • Lichterschmuck am Baum Dass echte Kerzen am Weihnachtsbaum mit Katze doppelt gefährlich sind, ist klar. Doch auch Lichterketten sollten möglichst nur in der oberen Hälfte des Baumes angebracht werden und gut gesichert sein. Gerade junge Katzen knabbern gerne an den Kabeln herum oder spielen damit.
  • Baumschmuck Alles was glitzert oder sogar klingelt, wenn man es bewegt, ist für Katzen eine Aufforderung zum Spielen. Steigen Sie deshalb gerade im unteren Bereich des Baumes besser auf katzensicheren Baumschmuck aus Papier, Holz oder Stroh um und bieten Sie Ihrer Katze spannendere Spielmöglichkeiten  als den Weihnachtsbaum.
  • Erziehung ist möglich! Auch wenn es immer heißt, Katzen seien unerziehbar, ist es natürlich möglich, ihnen bestimmte Regeln beizubringen. Beginnt Ihre Katze mit dem Baum zu spielen, geben Sie ihr ein klares „Nein“ Kommando. Konsequenz ist ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Katzenerziehung .
 

Gefahrenquelle 4: Silvester mit Katze

Während viele Menschen zum Jahreswechsel ausgelassen in das neue Jahr hineinfeiern, ist die Silvesternacht für viele Tiere die Hölle auf Erden. So helfen Sie Ihrer Katze stressfrei ins neue Jahr zu gelangen:
  • Schaffen Sie Rückzugsmöglichkeiten: Bieten Sie der Katze einen Raum, in dem Fenster und Jalousien geschlossen sind; sanftes Licht, leise Musik oder Geräusche aus dem Fernseher helfen, den Lärm der Straße auszublenden.
  • Kein Freigang an Silvester: Freigänger schon am Silvesternachmittag nicht mehr hinauslassen.
  • Selbst Ruhe bewahren: Strahlen Sie selbst Ruhe und Gelassenheit aus.
  • Ablenkungsmanöver starten: Wenn die Katze beginnt, Angst zu zeigen, versuchen Sie sie durch Spiele oder kleine Aufgaben abzulenken.
  • Gemeinsam ist alles leichter: Lassen Sie Ihre ängstliche Katze nicht alleine. Sie vertraut Ihnen und fühlt sich sicherer, wenn Sie bei ihr sind.
  • Hilfe vom Tierarzt: Ist Ihre Katze an Silvester besonders ängstlich und auch an den Tagen danach noch traumatisiert, kann Ihr Tierarzt Ihnen schon im Vorfeld beruhigende pflanzliche Medikamente für die Katze empfehlen.