So verhalten sich Hunde kurz vor ihrem Tod

Ein Hund, der bald stirbt, zeigt oft ganz bestimmtes Verhalten. Auch körperliche Anzeichen verraten, dass seine Zeit gekommen ist. Wie man einem sterbenden Hund richtig beisteht und ob sich Hunde von ihren Menschen verabschieden, erfahren Sie hier.

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Vor dem Tod zeigen Hunde ganz bestimmtes Verhalten.© stock.adobe.com/daylight917

Wird ein alter oder kranker Hund immer schwächer, ist die Angst groß, dass er bald sterben könnte. Bereiten Sie sich auf dieses tragische Ereignis vor: Das Sterben ist bei den meisten Hunden ein langwieriger Prozess, der den Halter viel Geduld und Kraft kostet.

Wichtig ist, dass Sie genau wissen, wie Sie Ihrem sterbenden Hund die letzten Tage seines Lebens so angenehm wie möglich gestalten. Woran Sie erkennen, dass die Zeit für Ihren Hund gekommen ist und wie Sie ihm jetzt beistehen, erfahren Sie hier.

Der natürliche Tod beim Hund

Bei einem natürlichen Tod schläft der Hund friedlich ein und wacht nicht mehr auf. Dass ein Hund an Altersschwäche stirbt und sanft zu Hause einschläft, ist leider nicht die Regel. Meistens muss der Tierarzt eingreifen und den Hund einschläfern.

Zeigt der Hund die ersten körperlichen Anzeichen, dass sein Leben zu Ende geht, müssen Sie abwägen: Ist es sinnvoll, ihn zu erlösen oder kann er seine letzten Stunden schmerzfrei verbringen?

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Die meisten Hunde werden irgendwann vom Tierarzt erlöst.© stock.adobe.com/didesign

Körperliche Anzeichen, dass der Hund bald stirbt

Bei Hunden, die bald sterben, stellt der Körper nach und nach verschiedene Funktionen ein. An folgenden körperlichen Anzeichen erkennen Sie eindeutig, dass der Hund nicht mehr lange leben wird:

  • Muskeln werden schwach: Es kommt zu Muskelspasmen und die Reflexe lassen nach. Der Hund läuft schwankend.
  • Organe stellen Funktion ein: Organe, wie die Leber oder die Nieren, hören nach und nach auf zu arbeiten. Es kann dazu kommen, dass der sterbende Hund Galle erbricht.
  • Darm- und Blasenkontrolle gehen verloren: Der Hund kotet und uriniert unkontrolliert. Häufig kommt es bei sterbenden Hunden zu Durchfall mit Blut und fauligem Geruch.
  • Schleimhäute sind trocken: Die Schleimhäute (wie die Lippen oder der Gaumen) werden blass. Die Haut trocknet ebenfalls aus.
  • Atmung und Herzschlag werden schwächer: Ein Hund, der im Sterben liegt, atmet immer flacher und hat einen schwachen Puls. Das kann schon Tage vor dem Ableben passieren. Direkt vor dem Tod nimmt der Hund nochmal einen großen Atemzug und man kann fühlen, wie die Lunge in sich zusammenklappt.
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Kurz vor dem Tod atmen Hunde nur noch ganz schwach.© stock.adobe.com/Sylvie Bouchard

So verhält sich ein Hund kurz vor seinem Tod

Hunde, die nicht mehr lange leben, zeigen oft dasselbe typische Verhalten. Es gibt drei Sterbephasen, die die meisten Hunde kurz vor ihrem Tod durchlaufen. Diese sind

  1. Sterbephase: Verweigerung von Futter und Wasser
  2. Sterbephase: erhöhter Bewegungsdrang
  3. Sterbephase: Krampfen und Koten

1. Sterbephase: Hund verweigert Futter und Wasser

Hört der Hund auf zu fressen und will er nichts mehr trinken, ist das das erste Anzeichen dafür, dass sein Tod kurz bevorsteht. Die meisten Hunde verweigern die Nahrung schon mehrere Tage vor dem Sterben. Ein klares Anzeichen ist es, wenn der Hund selbst sein Lieblingsfutter und Leckerlis ignoriert.

Hunde hören vor ihrem Tod auf zu fressen, weil Futter nur Energie bringen würde, die sie nicht mehr brauchen. Diese Energie wäre für den Sterbeprozess sogar eher hinderlich.
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Will der Hund nicht mehr fressen, ist das ein eindeutiger Hinweis.© stock.adobe.com/Дарья Шуйскова

2. Sterbephase: Bewegungsdrang vor dem Tod

Für viele Hundehalter ist es überraschend, wenn sich der Hund plötzlich viel bewegt, obwohl er weder Futter noch Wasser zu sich nimmt. Leider ist das kein Anzeichen dafür, dass sich der Zustand des Hundes bessert. Es ist das typische Verhalten für die zweite Sterbephase. Experten gehen davon aus, dass Hunde sich kurz vor ihrem Tod so viel bewegen, um noch letzte Energiereserven aufzubrauchen.

Die meisten Hunde, die bald sterben werden, zeigen dieses widersprüchliche Verhalten. Wichtig: Lassen Sie Ihren Hund das tun, was er möchte. Will er noch ein bisschen hin und her gehen, sollte er das auch tun dürfen.

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Möchte der Hund noch umhergehen, sollten Sie ihn das tun lassen.© stock.adobe.com/Karoline Thalhofer

3. Sterbephase: Hund krampft und kotet

Ist die letzte Sterbephase erreicht, liegen die meisten Hunde regungslos da. Meist erbrechen, koten oder krampfen sie. Es kommt auch vor, dass die Hunde laut jaulen und bellen. Daran sind aber keine Schmerzen schuld: Es ist das eindeutige Zeichen dafür, dass das Ende gekommen ist.

Diese Phase fordert Hundehalter emotional enorm heraus. Sie kann sogar mehrere Tage andauern. Versuchen Sie dennoch die Ruhe zu bewahren und Ihren Hund liebevoll zu säubern. Er kann jetzt nicht mehr rausgehen, um sein Geschäft zu verrichten. Lassen Sie ihn liegen und ersparen Sie ihm Stress. Bleiben Sie in seiner Nähe, um ihm bis zum Schluss Sicherheit und Geborgenheit zu schenken, ohne ihn zu bedrängen.

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Versuchen Sie das Ende so angenehm wie möglich zu gestalten.© stock.adobe.com/Jana Broghammer

Verabschieden sich sterbende Hunde von ihren Menschen?

Dass sich Hunde von ihren Menschen verabschieden, sobald sie merken, dass sie sterben werden, konnte bisher nicht sicher bewiesen werden. Einige Hundehalter berichten aber, dass ihr Hund besonders anhänglich vor dem Tod war. Ob das als Verabschiedung zu bewerten ist, ist aber unklar.

Jeder Hund ist anders und geht mit dem eigenen Tod auch anders um. Während manche sterbenden Hunde gerne in der Nähe ihres Halters sind, möchten sich andere wiederum lieber zurückziehen und allein sterben.

Wichtig: Versuchen Sie zu erkennen, was Ihr Hund möchte und respektieren Sie diesen letzten Wunsch. Bedrängen Sie ihn nicht, aber lassen Sie ihn niemals ganz allein. Einen sterbenden Hund allein zu lassen, ist unverantwortlich.

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Dass sich Hunde verabschieden, konnte noch nicht bewiesen werden.© stock.adobe.com/Gajus

So helfen Halter ihrem sterbenden Hund

Egal, ob ein Hund in der Nähe seines Menschen sein möchte oder nicht: Es gibt einige wichtige Regeln, die Sie in jedem Fall berücksichtigen sollten, um die letzten Tage und Stunden Ihres Hundes so stressfrei wie möglich zu gestalten:

  • Lassen Sie Ihren Hund niemals unbeobachtet: Hat der Hund Schmerzen oder braucht er anderweitig Ihre Hilfe, können Sie eingreifen.
  • Wenn der Hund beim Tierarzt stirbt, bleiben Sie an seiner Seite: In der fremden Umgebung allein zu sterben, macht dem Hund große Angst.
  • Bleiben Sie stets geduldig und ruhig: Sind Sie gestresst, überträgt sich das auf Ihren Hund. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben, um Ihrem Hund Stress zu ersparen.
  • Machen Sie Ihren Hund sauber: Hunde lassen vor ihrem Tod meist unkontrolliert Kot und Urin ab. Machen Sie Ihren Hund vorsichtig sauber, um ihm die letzten Stunden so angenehm wie möglich zu machen.
  • Meiden Sie laute Geräusche: Besuch ist jetzt tabu! Ihr Hund sollte in Ruhe sterben dürfen, ohne dabei von lauten Geräuschen oder anderen Menschen gestört zu werden.
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Stehen Sie Ihrem Hund bis zum Schluss bei.© stock.adobe.com/daylight917

Abschied vom verstorbenen Hund

Hat es Ihr Hund überstanden, sollten Sie alle Familienmitglieder von ihm Abschied nehmen lassen. Dazu gehören auch die anderen Hunde im Haushalt. Bekommen sie die Möglichkeit, sich zu verabschieden, suchen sie wesentlich weniger lang nach dem verstorbenen Artgenossen. Bleiben Sie dabei immer in der Nähe, um einzugreifen, falls das nötig werden sollte.

Der Verlust des geliebten Hundes ist sehr schmerzhaft. Sie sollten sich überlegen, wie Sie am besten mit Ihrer Trauer umgehen können. Lassen Sie sich und den anderen Familienmitgliedern ausreichend Zeit, um über den tragischen Verlust hinwegzukommen.

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