Hund bürsten: Tipps für die richtige Fellpflege

Die übliche Fellpflege wie Bürsten und Kämmen ist das ganze Jahr über angesagt. Erfahren Sie hier, wie häufig Sie Ihren Hund bürsten sollten und welche Bürste bzw. welcher Kamm dafür geeignet ist.

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Welche Bürste bei welchem Hund?© Justyna-stock.adobe.com

Das Bürsten und Kämmen gehört bei Hunden zur Grundpflege. Am besten Sie gewöhnen den Hund gleich als Welpen an die regelmäßige Fellpflege. Denn auch kurzhaarige Rassen sollten gebürstet werden. Nur auf diese Weise merken Sie rechtzeitig, wenn Ihr Hund Parasiten wie Zecken oder Flöhe sowie Ekzeme hat. Außerdem ist der Körperkontakt gut für die Beziehung zum Hund.

Lesen Sie hier alles darüber, wie Sie Ihren Hund richtig bürsten.

Wie oft soll man einen Hund bürsten?

Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sollten Sie Ihren Hund täglich bürsten bzw. kämmen. In der übrigen Zeit des Jahres richtet sich die Fellpflege nach der Art des Fells. Dabei unterscheidet man fünf Typen:

FelltypWie oft Hund bürsten?
seidiges Felltäglich
Drahthaarwöchentlich
Langhaar mit viel Unterwollewöchentlich
glattes, kurzes Fellwöchentlich
gelocktes und nicht-haarendes Fellzwei- bis dreimal wöchentlich

Ist Ihr Hund dreckig, sollten Sie immer zuerst versuchen, den Schmutz aus dem Fell zu kämmen. Das ist wesentlich schonender für das Fell und die Haut, als den Hund zu baden.

Ein Hund sollte so selten wie möglich und nur so oft wie wirklich nötig gewaschen werden.
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Wie oft ein Hund gebürstet werden muss, hängt von seinem Felltyp ab.© stock.adobe.com/Osterland

Welche Bürste eignet sich für meinen Hund?

Wollen Sie Ihren Hund bürsten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie die richtigen Utensilien dafür verwenden. Welche Bürste Sie am besten verwenden, hängt vom Felltyp Ihres Hundes ab.

Hier finden Sie die richtigen Bürsten für jeden Felltyp und für das Ausbürsten der Unterwolle:

  1. Bürsten für die Unterwolle
  2. Bürsten für Hunde mit seidigem Fell
  3. Bürsten für Hunde mit Drahthaar
  4. Bürsten für langhaarige Hunde
  5. Bürsten für Hunde mit glattem, kurzen Fell
  6. Bürsten für Hunde mit gelocktem oder nicht-haarendem Fell

1. Unterwolle ausbürsten

Vor allem beim Fellwechsel muss die Unterwolle ausgebürstet werden. Eine spezielle Bürste für genau diesen Zweck ist beispielsweise die UnterwollToll Hundebürste von Bluepet*. Der Hersteller verspricht eine sanfte Fellpflege mit weniger Ziepen und Verknoten als bei herkömmlichen Unterfellbürsten. Außerdem beschädigt diese Bürste nicht das Deckhaar.

Auch das deShedding-Tool von Furminator* soll bis zu 90 Prozent der losen Haare entfernen. Schonend entfernt auch diese Bürste die Unterwolle, die dank der abgerundeten Ecken nicht die Hundehaut verletzt. Mit nur einem Knopfdruck lassen sich die entfernten Haare mühelos von der Bürste lösen. Diese Bürste ist sowohl für Langhaar- als auch für Kurzhaarhunde erhältlich.

2. Bürsten für Hunde mit seidigem Fell

Seidiges Fell ist bei Hunden lang, weich und wallend. Es muss oft gebürstet werden, damit es weder verfilzt noch ermattet. Bürsten Sie immer mit dem Strich, und seien Sie vorsichtig: Hartnäckige Verknotungen müssen mit viel Gefühl ausgekämmt werden.

Seidiges Fell haben beispielsweise der Cocker Spaniel, der Irish Red Setter, der Yorkshire Terrier oder der Afghanische Windhund.

Für den seidigen Felltyp ist beispielsweise die Hundebürste von Kito Lee* geeignet: Sie ist eine zweiseitige Bürste. Während Sie mit den weichen Borsten (Schweineborsten) dem Deckhaar einen natürlichen, geschmeidigen Glanz verleihen können, eignen sich die harten Borsten dafür, Haare zu entwirren und das Fell zu säubern.

3. Bürsten für Hunde mit Drahthaar

Manche Hunde tragen sogenanntes Drahthaar. Sie haaren oft weniger als andere Hunde, doch die Fellpflege kann aufwändig sein: Abgestorbenes Haar muss mit einem Trimmmesser herausgezupft werden. Es reicht aber in aller Regel den Hund einmal wöchentlich zu bürsten.

Hunde mit drahtigem, borstigem Fell sind Deutsch Drahthaar, Jack Russell Terrier (mit Drahthaar), Scottish Terrier oder West Highland Terrier.

Für rauhaarige Hunde sollten kurz gezahnte Bürsten und Kämme verwendet werden. Kurze Zähne bietet beispielsweise die Reinigungsbürste von Hateli*.

4. Bürsten für langhaarige Hunde

Langhaarige Hunde sollten mindestens einmal in der Woche gebürstet werden. Dafür eignen sich am besten Kämme oder Bürsten mit langen und abgerundeten Zähnen. Die Hundebürste von PewinGo* ist in einem Set mit fünf verschiedenen Aufsätzen erhältlich. So kann das Fell Ihres Hundes optimal gepflegt und lose Haare entfernt werden.

Langhaarige Hunde sind beispielsweise der Samojede und der Golden Retriever. Auch den Dackel gibt es mit langem Fell.

5. Bürsten für Hunde mit glattem, kurzen Fell

Hunde, die kurzes und glattes Fell haben, brauchen nicht unbedingt eine spezielle Bürste. Sie sollte möglichst kurze Borsten haben. Empfehlenswert ist der Kurzhaar-Striegel für Hunde von Animalon*. Der Striegel passt sich der Körperform des Hundes an und bietet nicht nur eine sanfte Pflege, sondern auch eine wohltuende Massage.

Hunde mit kurzem, glatten Fell sind beispielsweise Labradore, Weimaraner und der Dobermann.

6. Bürsten für Hunde mit gelocktem Fell

Gelocktes Fell tragen beispielsweise der Pudel, der Lagotto Romagnolo oder der Labradoodle.

Die Bürsten für Hunde mit lockigem Fell sollten abgebogene Zähne haben. Die Zupfbürste von Furminator * eignet sich für diesen Felltyp. Oberflächliche Verfilzungen und Knoten werden so entfernt, ohne das Fell zu beschädigen. Der Bürstenkopf ist beweglich und passt sich so dem Hundekörper an.

Was tun, wenn sich der Hund nicht bürsten lässt?

Viele Hunde genießen die Fellpflege: Schließlich werden sie dabei angenehm massiert. Doch es kann passieren, dass sich der Hund nicht gerne bürsten lässt. Ein wichtiger Tipp: Holen Sie sich eine zweite Person zur Hilfe und gehen Sie wie folgt vor.

  1. Lassen Sie den Hund absetzen.
  2. Eine Person steckt dem Hund mit Zeitabständen Leckerlis zu und lenkt ihn so ab.
  3. Die andere Person bürstet den Hund jetzt kurz und vermeidet dabei am besten jegliches Ziepen.

Bürsten Sie Ihren Hund die ersten Male nur kurz. Verlängern Sie die Prozedur nur schrittweise. Denken Sie außerdem daran, nicht zu viele Leckerlis zu füttern: Ziehen Sie sie idealerweise von der Tagesration Ihres Hundes ab.

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Manche Hunde werden nicht so gerne gebürstet.© stock.adobe.com/DoraZett

Hund bürsten: So erkennen Sie Krankheiten

Die Zeit, die Sie mit dem Bürsten Ihres Hundes verbringen, sollten Sie sinnvoll nutzen: Tasten Sie den Körper Ihres Hundes ab und schauen Sie sich das Fell Ihres Hundes genau an. Das ist zu tun, wenn Ihnen folgende Dinge auffallen

Entdecken Sie eine Zecke im Fell, muss diese schnellstmöglich entfernt werden – am besten mit einer Zeckenzange. Bei anderen Parasiten (Flöhe, Milben) sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Tasten Sie die Haut Ihres Hundes beim Bürsten ab. Sollte Ihnen eine geschwollene Stelle auffallen, sollten Sie diese unbedingt vom Tierarzt untersuchen lassen. Ein Geschwür unter der Haut könnte auch ein Tumor sein.

Beim Spielen und Toben kann sich ein Hund schnell verletzen. Sollte es stark bluten, eitrig und entzündet sein oder der Hund andere Symptome (Fieber, Schüttelfrost, Apathie) zeigen, sollten Sie schleunigst zum Tierarzt.

Hat Ihr Hund eine kahle Stelle oder gehen ihm die Haare aus, liegt das vermutlich an Parasiten. Flöhe und Milben können genauso verantwortlich sein wie Würmer oder Giardien. Die letzten beiden verursachen nämlich einen Nährstoffmangel, der zu Haarausfall führen kann. Auch bei Stress leiden viele Hunde an Haarausfall. Klären Sie die Ursache mit dem Tierarzt ab.

Meistens haben Hunde stumpfes Fell, weil etwas mit der Ernährung nicht ganz stimmt. Damit der Hund glänzendes Fell bekommt, muss die Futteraufnahme über die Darmschleimhaut gut funktionieren und die Zusammensetzung der Darmbakterien ideal sein.

Den Hund zu bürsten ist also nicht nur wichtig, um sein Fell zu pflegen. Es ist auch wichtig, um frühzeitig Krankheiten zu erkennen und dem Hund frühestmöglich zu helfen. 

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