Giftige Lebensmittel für Katzen

Einige gängige Lebensmittel sind für Katzen giftig und können sogar lebensbedrohlich sein. Lesen Sie hier, welche Nahrungsmittel Sie unbedingt außer Reichweite Ihrer Katze lagern sollten, wie Sie eine Vergiftung erkennen und im Notfall richtig handeln.

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Katzen sind neugierig und fressen auch Lebensmittel, die ihnen nicht bekommen. © Stock.adobe.com/Alina

Katzen sind von Natur aus sehr neugierig. So kann es passieren, dass sie Lebensmittel fressen, die in der Küche oder auf dem Wohnzimmertisch herumliegen. Gerade Wohnungskatzen begeben sich gerne auf die Suche nach etwas Neuem. Leider sind einige menschliche Lebensmittel für Katzen schon in kleinen Mengen giftig. Vergiftungserscheinungen können auftreten, die einen sofortigen Tierarztbesuch erfordern, um das Leben der Katze zu retten. Lesen Sie, welche Lebensmittel Sie stets außerhalb der Reichweite Ihrer Katze aufbewahren sollten.

Pfoten weg von diesem Menschenessen

Viele Lebensmittel, die wir täglich im Haushalt verwenden, können für Katzen giftig sein.

1. Alkohol

Alkohol ist pures Gift für Katzen. Natürlich wird die Katze nicht vom Rotweinglas trinken. Doch gerade bei Sahnelikör, alkoholhaltigen Torten oder mit Schnaps gefüllten Pralinen ist Vorsicht geboten.

2. Schokolade

Schokolade enthält den Stoff Theobromin, der bei Katzen schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Je dunkler die Schokolade, desto größer ist auch die Gefahr einer Vergiftung.

3. Kaffee

Koffein verursacht bei Katzen Unruhe, Herzrasen und Muskelzittern. Gerade mit Sahnehäubchen oder vermischt mit Milch, lecken Katzen in einem unbeobachteten Moment gerne mal an der Kaffeetasse.

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Die Kaffeetasse sollte man nicht unbeaufsichtigt stehen lassen. © Stock.adobe.com/chalabala

4. Avocado

Der Verzehr von Avocado verursacht bei Katzen schwere Herz- und Nierenprobleme. Die Frucht enthält eine Fettsäure, die auch in ganz geringen Mengen schon gefährlich für die Katze ist.

5. Lauchgewächse

Knoblauch, Zwiebeln und auch Schnittlauch enthalten Schwefelverbindungen. Diese zerstören im Katzenkörper die roten Blutkörperchen. Bei entsprechenden Mengen treten Vergiftungserscheinungen auf.

6. Konservendosen

Lebensmittel, die mit Benzoaten konserviert sind, sind giftig für Katzen ­– zum Beispiel Mayonnaise oder abgepackter Wurstsalat. Sie erkennen die entsprechenden Konservierungsmittel an den Bezeichnungen E210, E211, E212 und E213.

7. Gewürze

Zu viel Salz entzieht dem Katzenkörper übermäßig Flüssigkeit. Gewürze und Kräuter enthalten ätherische Öle, auf die Katzen sehr sensibel ­– etwa mit schweren Atemproblemen – reagieren können.

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Unser Essen ist für Katzen viel zu stark gewürzt.© Stock.adobe.com/Agata Kowalczyk

8. Rohe Nachtschattengewächse

Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen gehören zu den Nachtschattengewächsen. Sie enthalten Sulanin, das von Katzen nicht verstoffwechselt werden kann. Unreif oder roh sind sie für Katzen giftig.

9. Rohes Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten. Eine Infektion mit diesem Virus endet bei Katzen immer tödlich. Rohes Schweinefleisch muss also immer gut abgedeckt werden und für die Katze unzugänglich abgestellt werden.

10. Weintrauben und Rosinen

Die Früchte, ob frisch oder getrocknet, können Durchfall und Erbrechen bis hin zum Nierenversagen bei der Katze hervorrufen.

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Weintrauben sind für Katzen gefährlich, sehen aber einem Leckerli ähnlich.© Stock.adobe.com/Tanya Hendel

Symptome einer Vergiftung bei Katzen

Hat die Katze einen für sie giftigen Stoff aufgenommen, ist schnelles Handeln erforderlich. Dafür ist es unablässig, eine Vergiftung frühzeitig zu erkennen. Die Symptome einer Vergiftung sind jedoch sehr unterschiedlich. Je besser man sein Tier kennt, desto schneller fallen Veränderungen auf.

Je nach Art und Menge des aufgenommenen Giftes und der Empfindlichkeit der Katze sind erste Anzeichen meist Appetitlosigkeit, verminderter Spieltrieb und ein erhöhtes Ruhebedürfnis. Katzen, die leiden, ziehen sich zurück.

Weitere Symptome, die auf eine Vergiftung hindeuten, sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • vermehrtes Speicheln
  • Benommenheit, Ataxie
  • Zittern, Krämpfe, Lähmungen
  • sehr weite oder sehr enge Pupillen
  • selten: mangelhafte Sauerstoffversorgung (Hecheln, blaue Schleimhäute)

Als Folgeschäden einer Vergiftung oder wenn die Katze giftige Stoffe über einen längeren Zeitraum aufnimmt, drohen irreperable Nierenschäden.

Katze vergiftet? So handeln Sie richtig

Hat die Katze eine giftige Substanz aufgenommen, ist vor allem schnelles Handeln gefragt. Die Katze muss so schnell wie möglich einem Tierarzt vorgestellt werden. Suchen Sie schon bei Verdacht auf eine Vergiftung den Tierarzt auf. Haben Sie eine Vermutung, was Ihre Katze gefressen haben könnte, nehmen Sie die Substanz gleich mit zum Tierarzt (z.B. Putzmittel, Pflanzenteile).

Der Tierarzt wird versuchen zu verhindern, dass das Gift in den Verdauungstrakt gelangt. Sind bereits zwei oder mehr Stunden seit Aufnahme des Gifts vergangen, verabreicht er in der Regel ein Abführmittel zur kompletten Darmentleerung.

Außerdem wird der Tierarzt den Kreislauf der Katze stabilisieren und auf die Symptome der Vergiftung reagieren.

Grundsätzlich gilt: Hat die Katze eine giftige Substanz aufgenommen, muss sie so schnell wie möglich zu einem Tierarzt gebracht werden.
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